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Royal Canin sponserte Bärenkämpfe: Wütender Protest gegen Tierfutter-Produzenten

Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ hat aufgedeckt, dass der Tierfutterhersteller Royal Canin in der Ukraine illegale Bärenkämpfe gesponsert hat. Im Netz rollt eine Welle der Empörung über das Unternehmen hinweg.

Das Video zeigt einen Bären an der Kette, bedrängt von zwei Hunden.
Das Video zeigt einen Bären an der Kette, bedrängt von zwei Hunden.

DüsseldorfMit Videoaufnahmen bedrängen Tierschutzorganisationen immer wieder Unternehmen, vom Hähnchen-Produzenten bis zum Schweinemäster. In diesen Tagen erwischt es den französischen Tierfutter-Hersteller Royal Canin, eine Tochter des amerikanischen Mars-Konzerns. Mit einer öffentlichen Entschuldigung versucht das Unternehmen Vorwürfen zu entkommen, illegale Tierkämpfe unterstützt zu haben. Doch Kunden und Tierfreunde sind aufgebracht.

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„Eure lächerliche Entschuldigung hilft den armen Tieren jetzt auch nicht mehr“, schreibt Facebook-Userin Claudia Stoecker. Sie ist so erbost, dass sie jedes der Worte in Großbuchstaben schreibt – im Internet das Pendant zu einem laut gerufenen Satz. Von „Entschuldigung nicht angenommen“ bis hin zu „Nie würde ich euer Futter kaufen“ gehen die Kommentare auf der Facebook-Seite von Royal Canin Deutschland. Die User im Netz sind sauer – und zwar richtig.

Vor wenigen Tagen ist durch eine Tierschutzorganisation aufgedeckt worden, dass der Hersteller von Hunde- und Katzenfutter illegale Bärenkämpfe in der Ukraine gesponsert hat. Ein Youtube-Video zeigt, wie ein angeketteter Bär mehrere Stunden lang von Hunden angegriffen wird – im Vordergrund flattern die Absperrbänder mit dem Firmenschriftzug von Royal Canin. Auch auf den Pokalen und auf den Werbeutensilien ist das Logo des Futterherstellers klar zu sehen.

Der Konzern erlebt nun, wie ein Ereignis tief in der Ukraine weltweite Folgen haben kann. Denn der Proteststurm jagt auch über die digitalen Präsenzen von Royal Canin in den USA, England, Spanien und Kroatien. Auf seiner deutschen Website und auf seiner Facebook-Seite tritt der Konzern die Flucht nach vorn an und entschuldigt sich wortreich für die Aktivitäten in Osteuropa. Schuld sei die ukrainische Niederlassung, die eigentlich nur eine Hundeausstellung habe unterstützen wollen. Von den schrecklichen „Neben-Aktionen“ habe Royal Canin nichts gewusst. Der Geschäftsführer von Royal Canin in der Ukraine sei davon unterrichtet worden, dass diese Art von Sponsoring zu unterbinden sei.

  • 26.08.2013, 23:51 UhrUlrike

    Wie krank muss ein Mensch sein , das ihm soetwas Abartiges und Widerliches gefällt ??? Wie krank muß ein Tiermittelhersteller sein , soetwas noch zu unterstützen ??? Mir fehlen die Worte und ich bereue es zutiefst , das ich für meinen Kater Royal Canin jemals gekauft habe ! Ich werde kein Produkt mehr von diesem Tierfutterhersteller kaufen !!!

  • 12.08.2013, 21:26 Uhrdoro

    AB SOFORT KAUFE ICH KEIN ROYAL CANIN MEHR !!!!!!

  • 06.08.2013, 08:28 Uhralteliebe

    Mein Hund bekommt sicherlich kein Royal Canin mehr... Allerdings hat er das auch noch nie bekommen.

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