
Handelsblatt Online: Michael O’Leary, mit Dortmund, Münster und Nürnberg fliegt Ryanair in diesem Jahr drei neue Flughäfen in Deutschland an. Haben Sie einen Lieblingsflughafen in Deutschland?
Michael O'Leary: Nein, ich mag alle deutschen Flughäfen, weil sie leistungsfähig sowie preiswert sind und viele von ihnen wachsen. Einen Lieblingsflughafen habe ich nicht, weder hier, dort, noch sonst irgendwo. Jeder Flughafen der wächst ist mein Liebling. In diesem Jahr ist also Dortmund einer meiner Lieblingsflughäfen.
Was wissen Sie denn über Dortmund?
Dortmund ist eine namhafte Stadt und in Europa sehr bekannt. Wir wissen durch unsere Vorabbuchungen der neuen Strecken, dass eine Menge Leute in Europa daran interessiert sind, nach Dortmund zu reisen und die Stadt zu besuchen. Es gibt eine große Anzahl von Passagieren, die immer auf der Suche nach neuen Zielen und Städten sind, die sie bereisen können. Dortmund kann davon profitieren.
Transavia: 36 Flugzeuge
Die niederländische Tochter von Air France-KLM ist neu in den Top Ten. Die Flotte besteht komplett aus der Boeing 737.
Aer Lingus: 37 Flugzeuge
Mit 37 Flugzeugen schafft es Aer Lingus in die Top Ten. Zu der Flotte der irischen Fluggesellschaft zählen 32 Airbus 320, drei A321 und zwei A319. Ryanair hat versucht, den irischen Konkurrenten zu übernehmen - der wehrt sich bisher jedoch erfolgreich.
Wizz Air: 39 Flugzeuge
Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.
Jet2: 46 Flugzeuge.
Die britische Billig-Airline Jet2 gibt es erst seit 2002, trotzdem hat sie mit 46 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billigairlines. Mit seinen 32 Boeing 737-Maschinen, 13 Boeing 757 und einem Airbus A319 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.
Vueling: 59 Flugzeuge
Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht ausschließlich aus Flugzeugen des Typs Airbus 320. Neben acht Basen in Spanien hat Vueling auch in Parlis-Orly, Toulouse, Amsterdam und Florenz Flugzeuge und Personal stationiert.
Norwegian: 64 Flugzeuge
Zu Norwegian gehören 64 Boeing 737, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört zu den großen im europäischen Luftraum.
Flybe: 65 Flugzeuge
Die britische Airline Flybe betreibt mit 44 Maschinen die größte Flotte an Bombardier DashQ8-400 Maschinen weltweit. Flybe hat seinen Sitz in Southhampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.
Air Berlin: 98 Flugzeuge
Auch Air Berlin gilt inzwischen als Low-Cost-Airline. Die Fluggesellschaft hat 40 Airbus A319, A320 und A321 sowie 58 Boeing 737 in der Flotte.
Easyjet: 193 Flugzeuge
Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der Flotte gehören 145 Airbus 319 und 48 Airbus 320.
Ryanair: 294 Flugzeuge
Mit einer Flotte von fast 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren im März 2013 175 neue Flugzeuge bestellt.
Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 2/2012 (Stand: Sommer 2012)
Sie sind nicht nur an neuen Zielen für Ihre Airline interessiert. Auch auf Ihren irischen Konkurrenten haben Sie schon lange ein Auge geworfen und knapp 700 Millionen Euro für Aer Lingus geboten. Doch die EU-Kommission macht erneut Probleme. Wie geht es mit Ihren Übernahmeplänen weiter?
Wir haben keine Pläne mit Aer Lingus. In der vergangenen Woche hatten wir ein Treffen mit der EU-Kommission, die uns gesagt hat, dass sie unser Angebot für unzulässig hält und uns den Weg versperren wird. Wir denken nicht, dass es für die Ablehnung eine legale Grundlage gibt. Das Angebot entspricht gänzlich den Wettbewerbsregeln. Es ist ganz klar eine politische Entscheidung, um die irische Regierung bei Laune zu halten. Das kann aber nicht die Basis dafür sein, wie die Übernahmeregeln in der EU gehandhabt werden.
Offiziell hat die EU-Kommission die Ablehnung noch nicht verkündet. Die Frist zur Prüfung läuft am 6. März ab. Aer Lingus behauptet, von einer Ablehnung keine Kenntnis zu haben.
Naja, Aer Lingus weiß sowieso nicht viel über Fluggesellschaften. Sie sind keine besonders erfolgreiche Airline, ziemlich klein und haben keine Zukunft.
Aer-Lingus-Chef Christoph Müller hat im irischen Fernsehen gesagt, dass Ryanair nahezu insolvent sei.
Aer Lingus hat momentan ein Riesenloch bei den Pensionszahlungen in Höhe von 700 oder 800 Millionen Euro, verfügt aber nur über Barmittel von 350 Millionen Euro. Sie haben halt ihre Probleme. Wir haben einen Plan für Aer Lingus, um das Geschäft schnell wachsen und stark werden zu lassen. Aber wenn Brüssel „Nein“ sagt, dann müssen wir vor Gericht ziehen, damit die Ablehnung aufgehoben wird.
Der Plan, selbst eine Konkurrenz-Airline zu gründen und diese später zu einem symbolischen Preis an die britische Fluggesellschaft Flybe abzugeben, ist also gestorben? Oder bleibt „Flybe Irland“ eine Option?
Das wäre ein Zugeständnis gewesen, aber Europa hat „Nein“ gesagt. Es spielt also keine Rolle. Wir haben alle Zugeständnisse unterbreitet, „Flybe Irland“ war eins davon.

Warum wohl - weil bei uns alles subventioniert wird damit irgendwer noch dort Gewinne machen kann wo es eigentlich gar keine Gewinne zu machen gäbe.
Klar - mit Frankfurt und München allein gäb's wohl schon mal gar keinen innerdeutschen Flugverkehr... den wir ja aber auch so dringend brauchen weil Deutschland sich ja über etliche Zeitzonen erstreckt und es in dieser Fläche kaum Eisenbahnverbindungen gibt - und wenn dann nur solche mit kaum mahr als 50 km/h Höchstgeschwindigkeit...
Aber ist natürlich witzig - über diese Subventionen habe ich noch keinen FDP-Politiker lästern gehört...

"Nein, ich mag alle deutschen Flughäfen, weil sie leistungsfähig sowie preiswert sind"
Nur zwei deutsche Flughäfen sind in der Gewinnzone. Alle anderen werden vom Steuerzahle subventioniert. Warum?
2 Kommentare
Alle Kommentare lesen