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Schiffsfonds: „Nordcapital Bulkerflotte 1“ gerät in unruhiges Fahrwasser

exklusiv Der von der Deutschen Bank vertriebene Schiffsfonds „Nordcapital Bulkerflotte 1“ ist durch die Insolvenz der Großreederei Korea Line in große Probleme geraten - mit Folgen für viele Anleger, wie das Handelsblatt erfuhr.

Der Schiffsfonds „Nordcapital Bulkerflotte 1“ gerät in finanzielle Probleme. Quelle: obs
Der Schiffsfonds „Nordcapital Bulkerflotte 1“ gerät in finanzielle Probleme. Quelle: obs

Düsseldorf Nach dem Einbruch der Märkte für trockenes Massengut wie beispielsweise Kohle (Bulk) hatte die koreanische Reederei, die sieben von neun Schiffen des Fonds fünf Jahre lang nutzen sollte, Ende Januar die Charter-Zahlungen eingestellt. Im Schiffsfonds „Nordcapital Bulkerflotte 1“ klafft nun eine Liquiditätslücke von 49 Millionen US-Dollar, auch weil die Schiffe an Wert verloren und die kreditgebenden Banken zusätzliche Sicherheiten gefordert haben. Betroffen sind 5.650 Anleger, die mit 170 Millionen US-Dollar an dem Großfonds beteiligt sind.

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Im Rahmen eines Sanierungskonzepts, das dem Handelsblatt vorliegt, sollten sie ursprünglich 30,6 Millionen Dollar nachschießen. So sollte der Notverkauf mehrerer Schiffe und ein hoher Kapitalverlust vermieden werden. Doch auch nach zweimaliger Fristverlängerung sind nur knapp 21 Millionen Dollar frisches Kapital zugesagt.

Nach Informationen des Handelsblatts wird den Anlegern deshalb in den kommenden Tagen ein überarbeitetes Sanierungskonzept vorgelegt. Damit soll wenigstens ein Teil der fehlenden Kapitallücke geschlossen werden,indem die Deutsche Bank und das Hamburger Emissionshaus Nordcapital zusätzliche Überbrückungsdarlehen in Höhe von sechs Millionen Dollar zur Verfügung stellen. Bitter für die Anleger: Trotz ihrer hohen Nachschüsse würden sie auch dann ein bereits angezahltes Schiff im Neubau verlieren. Die 17 Millionen Anzahlung wären weg. Die Fondsflotte bestünde nur noch aus acht Schiffen. Offen bleibt zudem, ob sich die Stützungsmaßnahmen angesichts der ungewissen Marktentwicklung als tragfähig erweisen.

Da über Details des Konzepts noch verhandelt wird, wollte Nordcapital sich vorerst nicht äußern. Die Deutsche Bank bestätigte auf Anfrage, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stünden und sie dem Fonds zur Unterstützung eine Kreditlinie in Höhe von drei Millionen Dollar angeboten habe.

Die Bank war in den vergangenen Monaten wegen ihrer mangelnden finanziellen Beteiligung an der Stützung des Fonds in die Kritik geraten.

  • 29.08.2011, 12:19 UhrAnonymer Benutzer: DER-ANLEGEROPA

    Bei Lektüre der Webseite der Nordcapital ist unter Kooperationspartnern geballte Bankenkompetenz zu vermuten. Wenn alle Beteiligten viel Geld am Fondprodekt verdienen, sollte eine wirtschaftliche Schieflage eines existenziell wichtigen Großkunden für solch einen Fonds den Profis mittels Rating, Bonitätsprüfungsverfahren der Kreditversicherungen und eigener Bonitätsprüfungserfahrung frühzeitig auffallen. Diese Risiken gilt es den Anlegern zu vermitteln. Wer jedoch Verluste bei den Anlegern sozialisieren sucht, gilt offen zu benennen und für seine Handlung haftbar zu machen.
    DER-ANLEGEROPA

  • 28.08.2011, 22:11 UhrAnonymer Benutzer: Misterx

    Wie immer verdienen an den Fonds nur die, die ihn auflegen...

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