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Schlecker-Investoren: Nicht alle Bewerber wollen Paketlösung

Die insolvente Drogeriemarktkette soll bis Ende Mai unter den Hammer. Doch noch ist unklar, ob es Interessenten für die gesamte Kette gibt. Konkurrent Rossmann profitiert von der Pleite und sieht für Schlecker schwarz.

Mit Papier sind die Schaufenster einer Schlecker-Filiale verhängt. Quelle: dpa
Mit Papier sind die Schaufenster einer Schlecker-Filiale verhängt. Quelle: dpa

Ehingen/Stuttgart/BurgwedelNicht alle der drei heißen Kandidaten für die angestrebte Schlecker-Rettung sind an einer Paketlösung interessiert. „Einer will alles, der andere nur Teile des Ganzen“, sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz der „Südwest Presse“. Bislang war die Rede von drei gleichwertigen engeren Bewerbern, die in ihren Konzepten sehr unterschiedlich seien. Die Prüfung der Angebote werde dauern. Geklärt werden müsse auch, ob der neue Eigentümer alle Filialen übernehmen wolle, hieß es in dem Bericht. „Aber wir sind im Plan“, sagte Geiwitz, der bis Ende Mai zu einem Abschluss kommen will.

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Zu den drei Bewerbern in der engeren Wahl gehört der osteuropäische Finanzinvestor Penta. Er hatte bereits signalisiert, nicht unbedingt die ganze Gruppe übernehmen zu wollen. Die Insolvenzverwaltung prüfe grundsätzlich jede Option, favorisiere aber eine Gesamtlösung.

Interesse an einzelnen Filialen hat auch Konkurrent Rossmann angemeldet. Einer Gesamtlösung erteilte Geschäftsführer Dirk Roßmann aber eine Absage. Er sieht die Chancen für einen Erhalt von Schlecker kritisch. Bei Schlecker habe es in den vergangenen Jahren kaum Veränderungen im Konzept gegeben, so Roßmann am Unternehmenssitz in Burgwedel „Wenn einer nicht richtig investiert hat in den vergangenen Jahren, wird er es schwer haben“, sagte er mit Blick auf die Schlecker-Kette.

Schlecker

Roßmann prophezeite Schlecker einen schwierigen, wenn nicht gar unmöglichen Neuanfang. Der Markt im deutschen Drogeriegeschäft und im Einzelhandel allgemein sei hart umkämpft. „Wir hauen uns hier die Preise um die Ohren wie in keinem anderen Ort der Welt“, sagte er. Unabhängige Analysen hätten in den vergangenen Jahren regelmäßig ergeben, dass Schlecker im Drogeriemarktgeschäft der teuerste Anbieter sei. Nun wieder Fuß zu fassen vor dem Hintergrund jahrelang verschleppter Investitionen, sei schwierig.

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