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Schmiergeld-Prozess: Staatsanwalt fordert Haft für Ex-Media-Markt-Manager

Der Ex-Deutschlandchef von Media Markt hat bis zum Schluss seine Unschuld beteuert. Doch die Staatsanwaltschaft glaubt ihm nicht und beantragte im Augsburger Schmiergeld-Prozess eine Haftstrafe.

Michael Rook (Mitte) mit seinen Anwälten im Schwurgerichtssaal. Quelle: dpa
Michael Rook (Mitte) mit seinen Anwälten im Schwurgerichtssaal. Quelle: dpa

AugsburgIm millionenschweren Augsburger Schmiergeld-Prozess hat die Staatsanwaltschaft fünf Jahre und neun Monate Haft für Ex-Media-Markt-Deutschlandchef Michael Rook gefordert. Die Anklagebehörde wirft ihm in 66 Fällen gewerbsmäßige und bandenmäßige Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vor.

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Er und ein früherer Media-Markt-Regionalmanager sollen dem ebenfalls angeklagten Inhaber einer Vermarktungsagentur gegen Geld exklusiv Aufträge für dessen Firmen zugeschanzt zu haben. Insgesamt sollen mehr als vier Millionen Euro Schmiergeld geflossen sein. Rook bestritt die Vorwürfe bis zum Schluss des Prozesses.

Die Vermarktungstricks von Media Markt

Die Anklagebehörde ist dennoch überzeugt, dass es zwischen ihm und dem Ex-Regionalmanager Absprachen gab und die beiden das Schmiergeld unter sich aufteilten. Allein habe der Regionalmanager gar nicht die Kompetenz gehabt, die Exklusivaufträge zu vermitteln, sagte der Staatsanwalt am Mittwoch vor dem Augsburger Landgericht. Rook habe stets auf seinen Anteil gedrängt. Für den Ex-Regionalmanager beantragte der Staatsanwalt vier Jahre und sechs Monate Gefängnis. Er soll in 182 Fällen bestochen worden sein.

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Der Inhaber der Vermarktungsagentur soll wegen gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Bestechung ebenfalls für vier Jahre und sechs Monate hinter Gitter. Für die drei weiteren Angeklagten forderte der Ankläger Haftstrafen bis zu dreieinhalb Jahren. Außer Rook hatten alle Männer umfangreiche oder weitgehende Geständnisse abgelegt.

Mit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft war bereits mehrfach gerechnet worden - doch dann hatte es jedes Mal weitere Anträge der Verteidigung gegeben. Die Verteidigung soll am 27. November und am 13. Dezember plädieren. Die Schlussvorträge für Rook und den Ex-Regionalmanager sind für den zweiten Termin vorgesehen.

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