Negativ schlug sich in der Quartalsbilanz der Post auch das in diesem Jahr frühe Osterfest nieder - damit fehlten im Vergleich zum Vorjahr zwei Arbeitstage. Dieser Effekt soll aber im zweiten Quartal wieder wettgemacht werden. Die Geschäfte hätten sich im April gut entwickelt, betonte Allan.
Insgesamt verfehlte die Post mit ihren Zahlen für das erste Quartal die Erwartungen von Analysten. Diese hatten im Schnitt einen Umsatz von 15,98 Mrd. Euro, ein Ebit von 930 Mill. Euro und einen Gewinn nach Minderheiten von 456 Mill. Euro vorausgesagt.
Die Post betonte, sie sei sich der Unsicherheiten hinsichtlich der weltweiten Konjunktur bewusst und sehe "zu diesem Zeitpunkt" keinen Grund, von ihrer Jahresprognose abzurücken. Sie erwarte für 2008 weiterhin ein Ebit von rund 4,2 Mrd. Euro vor Einmaleffekten. Allan schloss aber nicht aus, dass der Bonner Konzern seinen Ausblick "noch oben oder nach unten" ändern könnte. Dies hänge von der Entwicklung der Weltkonjunktur ab, sagte er. Der Konkurrent Fedex hatte Anfang Mai seine Gewinnerwartung wegen des hohen Ölpreises und der lahmenden US-Konjunktur gesenkt.
Wenig Auswirkungen spürt die Post bisher durch die vollständige Liberalisierung des Briefmarktes in Deutschland. Allan sagte, der Ex-Monopolist habe sogar leicht Marktanteile dazugewonnen. "Der Nettoeffekt der Liberalisierung ist sehr, sehr bescheiden." Die vorläufigen Zahlen in diesem Segment nannte er sehr "ermutigend".

