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16.09.2008 
Entscheidung über Zukunft

Sinn-Leffers-Verwalter will im November Sanierungsplan vorlegen

Der Insolvenzverwalter des Textilhändlers Sinn-Leffers will dem Gericht bis Anfang November einen Sanierungsplan vorlegen. Zudem soll es bis Oktober verbindliche Entscheidungen über die Einstellung oder Fortführung von Filialen geben.

HB HAGEN. Der Insolvenzverwalter der Modekette Sinn-Leffers will Anfang Oktober über Standortschließungen entscheiden. Einen Monat später wolle er dem Gericht den Sanierungsplan vorlegen, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg am Dienstag mit.

Piepenburg bekräftigte, er wolle die Mieten für die Filialen drücken. Auch die Kosten bei SinnLeffers müssten reduziert werden. "Die schwierige Situation im deutschen Textileinzelhandel macht eine solche Sanierung nicht einfacher", betonte er. Derzeit liefen die Verhandlungen mit den Vermietern. Da sich einige Verhandlungsführer auf Seiten der Vermieter mit ihren ausländischen Investoren absprechen müssten, seien die Gespräche noch nicht abgeschlossen.

Das Management der ehemaligen Karstadt-Quelle-Tochter (heute Arcandor) hatte Anfang August beim Amtsgericht Hagen ein Insolvenzplanverfahren in Eigenregie beantragt, um das Unternehmen vor dem Aus und der Zerschlagung zu retten. Das Verfahren entspricht in etwa dem Vergleich nach altem Konkursrecht und wird vom Gericht nur dann genehmigt, wenn es gute Chancen auf eine Sanierung gibt. Piepenburg hatte die hohen Mieten als einen Grund für die finanzielle Schieflage der Modekette bezeichnet. Sinn-Leffers beschäftigt in seinen 47 Filialen rund 4000 Mitarbeiter.

Sinn-Leffers war 1997 durch die Fusion der defizitären, börsennotierten Traditionshäuser Sinn und Leffers entstanden und 2001 von Karstadt-Quelle übernommen worden. Die heutige Arcandor hatte sich vor drei Jahren im Zuge ihrer Sanierung von SinnLeffers wie auch von Hertie und Wehmeyer getrennt. Wehmeyer hatte Anfang Juli Insolvenz angemeldet, Hertie Ende Juli. Bei Wehmeyer wie auch bei Hertie werden in den kommenden Wochen die Entscheidungen über deren Zukunft getroffen.

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