Diskussion: Kommentare zu: Puma will Produktion in Afrika ausbauen

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 11.12.2011, 20:37 UhrAnonymer Benutzer: Kaufverweigerer

    Puma und Adidas sind deutsche Unternehmen und durch Deutschland groß geworden.
    Ich will das die Arbeitsplätze hier in unserem Land entstehen.
    Warum soll ich dann für ein paar Puma Sportschuhe zwischen 80-140 Euro bezahlen, wenn man billgst in Afrika produziert.
    Solche Unternehmen gehören gnadenlos boykottiert.
    Das ist meine Waffe als Verbraucher, diese Produkte nicht mehr nachzufragen und dieser Geschäftspolitik eine klare Absage zu erteilen.

  • 11.12.2011, 20:41 UhrAnonymer Benutzer: Profitgeile-Manager-Spatzenhirne

    Dazu kommt, dass die Löhne in China stark steigen und die Arbeitskräfte knapp werden. Deshalb suchen die Anbieter alternative Standorte – und entdecken jetzt Afrika.
    ---
    Ihr Vollspasten soll alle verrecken!

  • 13.12.2011, 10:45 Uhrujf99

    Die Sportschuhe kosten deshalb soviel, weil die hochqualifizierten Arbeitsplätze im Produktmanagement, Design und Marketing in Bayern angesiedelt sind. Wäre der geringe Wertschöpfungsanteil aus etwas so Nebensächlichem wie der Produktion auch in Deutschland geblieben, würden die Schuhe mindestens 11,99 Euro mehr kosten. ;-(
    Im Ernst: Man sollte sich freuen, wenn in Afrika Arbeitsplätze für Afrikaner entstehen. Da ist besser investiertes Geld als jede Entwicklungshilfe-Subvention. Ich möchte nur mal die "Lasst-Schuhe-wieder-in-Deutschland-nähen"-Fraktion hören, wenn statt dessen die Afrikaner hierher migrieren, um hier die Jobs zu machen, die von uns eh keiner will.

    • 18.12.2011, 11:29 UhrAnonymer Benutzer: GeburtundTod

      Wenn jede Branche der Rendite wegen sich an ferne Standorte begibt, dann fallen auch die paar sog. hochqualifizierten Arbeitsplätze hier nicht mehr ins Gewicht. Global macht das nichts, denn auch in den Schwellenländern wachsen PUMA-Kaufschichten nach, die markenorientiert denken.

      Es ist allerdings schon eine Schande, wenn mann keinen BRAUN-Fön mehr kaufen kann der in der EU gefertigt wurde, oder keine elektrische PHILIPS-Zahnbürste. Ein MUSS ist das alles nicht. Es sind kaufmännische Entscheidungen, die einfach sagen "dann verdienen wir etliche Prozent mehr". Machen es sich immer mehr Branchen so einfach, müssen "zum Schluß" Importzölle/Sondersteuern folgen, um die vielen Sozialtransfers zumindest zum Teil zahlen zu können. Mehr "Schulden", oder mehr "Inflation", um den Schuldenabbau tätigen zu können ist risikoreich.

      Warum PUMA und nicht eine gute engagierte qualitätsorientierte Schwellenlandmarke, die einfach beste Konstrukteure u. Designer bei sich arbeiten läßt. Diese kann dann sogar noch billiger den Wert bieten, den ein PUMA Schuh ausmacht. Der Markenwert von PUMA verblaßt, wenn der Kunde nur die Markenemotion als sinkenden Wert wahrnimmt. Dieser Wert ist flüchtig. Hier können Fehler entstehen. Hier drängen fast täglich neue Marken nach, die es vielleicht auch verstehen Begeisterung bei den 13 bis 18-Jährigen zu entfachen und diese Generation wird die neue Markenkerne mit in ihre Erwachsenenwelt ziehen. Was bleibt dann der vielleicht arrogant empfunden Marke PUMA noch, die es nicht verstanden hat neue Submarken zur richtigen Zeit zu schaffen und die es auch nicht verstanden hat, bestimmte Produktlinien doch in Europa zu produzieren. Zu Recht stirbt dann die Strahlkraft der Marke PUMA. Die Geburt eine Marke ist genauso Programm wie das Sterben einer Marke - wie im wirklichen Leben ist nur der Zeitpunkt offen.

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