
MÜNCHEN. Europas größtem Sporthandelsverbund geht es prächtig. Vergangenes Jahr sind die Umsätze der in der Einkaufsgenossenschaft Intersport zusammengeschlossenen Händler hierzulande um mehr als elf Prozent auf knapp drei Milliarden Euro geklettert. Das sei umso bemerkenswerter, als Intersport bereits in den beiden Vorjahren kräftig gewachsen sei, sagte Intersport-Chef Klaus Jost.
Die Gruppe aus Heilbronn ist die Nummer eins im deutschen Sporthandel mit einem Marktanteil von 37 Prozent, auf Platz zwei folgt Sport 2000, Rang drei nimmt Karstadt ein. Der deutsche Sportmarkt ist 2010 etwa sieben Prozent auf knapp acht Milliarden Euro gewachsen.
Intersport hat vergangenes Jahr vor allem von den hervorragenden Wintersportbedingungen profitiert. "Der Dezember war sagenhaft", unterstrich Jost. "Die letzten zwei Wochen sind durch die Decke geknallt." Darüber hinaus hat auch die Fußball-WM im Sommer für zusätzliche Einnahmen gesorgt. Zu Intersport gehören in Deutschland fast 1500 Läden.
Die guten Zahlen von Intersport passen zur hervorragenden Stimmung auf der Sportmesse Ispo, die heute Morgen in München begonnen hat. Die Ispo ist der größte Branchentreff weltweit.
Fürs laufende Jahr rechnet Intersport mit stabilen Umsätzen. Der Start ins Jahr sei bescheiden mit minus 19 Prozent ausgefallen. Grund dafür sei das warme Wetter in vielen Teilen Deutschlands. Der Einbruch ist allerdings nicht so dramatisch, wie es scheint, denn der Januar 2010 war außergewöhnlich gut gewesen. Nun bewege sich Intersport auf dem hohen Niveau von 2009, so Jost.