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10.12.2007 

Ein weiterer Beitrittskandidat ist Air India. "Ich gehe davon aus, dass wir im Dezember eine Entscheidung treffen können“, so Lufthansa -Chef Wolfgang Mayrhuber vor einem Monat nach Gesprächen mit Air India. Bislang war Indien ein weißer Fleck auf der Weltkarte der Star Alliance. Vor allem für die Expansion in Asien benötigt das Bündnis auch dort dringend auch einen Partner.

Mit den beiden neuen chinesischen Partnern wird zunächst jedoch erst einmal eine wichtige Lücke im größten asiatischen Luftverkehrsmarkt geschlossen. China gilt als besonders stark boomender Markt. In einigen Jahren dürfte das Vielflieger-Reich nach Schätzung von Experten zum zweitgrößten Inlandsmarkt hinter den USA aufrücken. Bis zum Jahr 2020 soll sich die Zahl der Fluggäste auf 210 Mill. Passagiere pro Jahr fast verdoppeln.

Die 1985 gegründete Shanghai Airlines bedient ein dichtes innerchinesisches Flugnetz mit derzeit rund 80 Inlandsrouten. Die Flotte soll sich in den kommenden zwei Jahren auf 100 Flugzeuge verdoppeln. 2010 findet in Schanghai die Weltausstellung statt.

Shanghai Airlines bedient auch Interkontinental-Strecken vom Flughafen Schanghai-Pudong aus. Als neue Routen sind Flüge nach Seattle und Hamburg geplant. Die günstige Kostenstruktur und die Heimatbasis an einem der weltweit am schnellsten wachsenden Wirtschaftszentren machen Shanghai Airlines zu einem attraktiven Partner für global operierende Flugkonzerne.

Shanghai Airlines betonte jedoch, über das Bündnis sei keine weitere Annäherung geplant. „Wir werden auf jeden Fall in der Zukunft strategische Investoren einladen, aber zuvor müssen wir erst einmal größer und stärker werden“, erklärte das Management vergangene Woche.

Dass mit Shanghai Airlines eine Fluglinie aus der zweiten Reihe der Star Alliance beitreten darf, werten Branchenbeobachter auch als Signal zur weiteren Öffnung des chinesischen Luftverkehrsmarktes. Die entscheidende Rolle bei derlei Fragen spielt die staatliche chinesische Luftfahrtbehörde CAAC.

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