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29.02.2008 

Fraport ist der einzige deutsche Flughafenbetreiber, der börsennotiert ist und vom Kapitalmarkt getrieben wird. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete Fraport bei einem Umsatz von 2,1 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis von 340,2 Mill. Euro. In Deutschland stößt Fraport mit den Flughafen Frankfurt und Hahn an Wachstumsgrenzen.

Der Rhein-Main-Airport hat 2007 trotz einer weitgehenden Auslastung der Kapazitäten bei den Passagieren noch einmal um 2,6 Prozent auf 54,2 Millionen Fluggäste zugelegt und damit zwar eigene Prognosen übertroffen. Doch konnte Frankfurt vom allgemeinem Luftverkehrsboom in Deutschland mit einem Wachstumsschub von sechs Prozent nur teilweise profitieren, da kaum noch zusätzliche Starts und Landungen möglich sind. Die Nummern zwei bis fünf der deutschen Flughäfen, München, Düsseldorf, Berlin-Tegel und Hamburg, profitierten überdurchschnittlich.

Die Einschränkungen im Nachtflugverkehr, die Frankfurt im Zusammenhang mit der Genehmigung der neuen Nord-West -Bahn hinnehmen musste, will Fraport akzeptieren. "Das ist der politische Preis dafür, dass wir künftig tagsüber 50 Prozent mehr Kapazität haben", sagte Bender. Die Klagen von Lufthansa, dem Ferienflieger Condor sowie Tuifly gegen die Nachtflug-Beschränkungen will Bender nicht unterstützen.

Stattdessen rüstet sich der Frankfurter Flughafen für das größte Passagierflugzeug der Welt. Am 16. März wird Fraport in Frankfurt zwischen den Terminals 1 und 2 gemeinsam mit Lufthansa einen Komplex mit zusätzlichen Fluggast-Abfertigungsanlagen eröffnen, die speziell auf das Großraumflugzeug A380 abgestimmt sind. Bender rechnet damit, dass wöchentlich bis zu 25 der Super-Airbusse andocken werden: "Wir sind einer der bestgerüsteten Airports für die A 380".

Einer Kooperation mit anderen deutschen Flughäfen, die jüngst erst wieder durch Investoren wie den Baukonzern Hochtief ins Gespräch gebracht worden war, steht der Fraport-Chef unter der Prämisse des Führungsanspruchs grundsätzlich offen gegenüber. "Wir sind unverändert daran interessiert, Gespräche mit dem Flughafen Köln-Bonn zu führen. Eine Zusammenarbeit könnte interessante Chancen für beide Flughäfen bieten", sagte Bender.

Eine Kooperation ist auch für Michael Garvens, Chef des ehemaligen Regierungsflughafens Köln-Bonn, denkbar. "Eine Kooperation mit dem Flughafen Frankfurt wäre für uns interessanter als zum Beispiel mit Düsseldorf", erklärte Garvens auf Anfrage des Handelsblatts. Das ausgeweitete Nachtflugverbot in Frankfurt etwa könnte nach dem Expressdienst Fedex auch die dort noch aktiven Ferienfluglinien Condor und Tuifly nach Köln-Bonn treiben.

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