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Starttermin verschoben: Hauptstadtflughafen kostet 1,2 Milliarden Euro mehr

Noch einmal muss die Eröffnung des Hauptstadtflughafens vertagt werden. Als nun schon vierter Termin ist der Oktober 2013 geplant. Das Kontrollgremium beschloss zugleich ein neues Finanzierungskonzept.

Das Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg: Der Hauptstadtflughafen wird frühestens im Oktober 2013 in Betrieb gehen. Quelle: dpa
Das Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg: Der Hauptstadtflughafen wird frühestens im Oktober 2013 in Betrieb gehen. Quelle: dpa

BerlinDer neue Hauptstadtflughafen lässt noch länger auf sich warten. Als neuen Eröffnungstermin hat der Flughafen-Aufsichtsrat den 27. Oktober 2013 festgelegt. Das ist gut sieben Monate nach dem zuletzt genannten Datum 17. März. Es ist bereits die dritte Verschiebung. Der Oktober-Termin sei das Ergebnis einer kompletten Neuplanung der Schlussphase des Projekts, sagte der neue Technikchef Horst Amann nach der Aufsichtsratssitzung. Flughafenchef Rainer Schwarz bleibt im Amt. Der Aufsichtsrat habe nach der Trennung von Amanns Vorgänger Manfred Körtgen keinen Anlass zu weiteren personellen Konsequenzen gesehen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

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Das Kontrollgremium beschloss zugleich ein neues Finanzierungskonzept. Die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund als Gesellschafter teilen sich die errechneten Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro. Dabei müssen noch besprochen werden, ob das Geld als Darlehen oder Eigenkapital gegeben werde, sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba. Die EU prüfe die Finanzspritze in einem Beihilfeverfahren. Man müsse die einzelnen Schritte deshalb genau abstimmen. Die ursprünglichen Kosten für den neuen Flughafen lagen bei 2,4 Milliarden Euro. Nun sind es 4,3 Milliarden Euro.

Zahlen und Fakten zum Hauptstadtflughafen BER

Nach der von Amann vorgelegten Neuplanung sollen die Bauarbeiten bis Ende Mai beendet sein. Danach beginnt einer fünfmonatige Probephase, in der alle Abläufe im Abfertigungsgebäude getestet werden. „Am 27. Oktober geht der BER ans Netz“, versicherte Amann. Bis dann bleiben die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld in Betrieb.

Der Verband der Luftverkehrswirtschaft (BDL) begrüßte die Entscheidung, dem Technikchef Amann genügend Zeit zu geben. Nun endlich könnten die Beteiligten verlässlich planen, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch. „Der neue Hauptstadtflughafen ist und bleibt ein entscheidendes Zukunftsprojekt für Berlin, die Region und Deutschland insgesamt.“

Die Starttermine für den Flughafen BER

  • 30. Oktober 2011

    Dieser Termin wird 16 Monate zuvor gekippt. Begründung: Neue Sicherheitsvorschriften und die Pleite zweier Planungsfirmen. Tatsächlich ist der Bau schon ein Jahr im Rückstand.

  • 3. Juni 2012

    Nur vier Wochen vorher wird der Start abgeblasen. Begründung: Die Brandschutzanlage funktioniere nicht. Tatsächlich ist in dem Neubau noch viel mehr nicht fertig.

  • 17. März 2013

    Dieses neue Datum wird nach neuerlicher Verschiebung im Mai 2012 genannt und einen Monat später schon wieder in Zweifel gezogen. Anfang September wird klar: Auch dieser Termin wird nicht zu halten sein.

  • 27. Oktober 2013

    Nach einer Analyse des neuen Technikchefs Horst Amann legt der Aufsichtsrat diesen Termin am 7. September als neuen Eröffnungstag fest.

  • Frühestens 2014

    Anfang Januar 2013 wurde bekannt, dass auch der Termin im Herbst des Jahres nicht zu halten sein wird. Frühestens 2014 wird das Großprojekt nun seiner Bestimmung übergeben werden können.

Der technische Leiter, der den ursprünglichen Planungschef Manfred Körtgen ersetzte und bereits den Ausbau am Frankfurter Flughafen koordinierte, beschrieb chaotische Zustände - sowohl beim Zusammenspiel mit den Genehmigungsbehörden als auch bei der Bauplanung und der Überwachung der Arbeiten. Beim Versuch, den ursprünglichen Termin vom 3. Juni 2012 zu halten, sei "der Blick auf Qualität und Kosten etwas in den Hintergrund geraten". Es habe eine "valide, abgestimmte und übergreifende Planung" gefehlt.

Grund für die nochmalige Verschiebung ist die mangelhafte Brandschutzanlage des Terminals. Bei seiner Analyse stieß Amann auf eine Fülle von Schwachstellen. So seien die Ausführungspläne des im Mai gekündigten Generalplaners lücken- und fehlerhaft gewesen. Die Beschleunigung der Abläufe vor dem Eröffnungstermin 3. Juni habe zu unsachgemäßen Arbeiten etwa an den Kabeltrassen geführt. Insgesamt habe die Flughafengesellschaft als Bauherr nicht ausreichend gesteuert.

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Auch politisch sorgt das Desaster um den Berliner Großflughafen für Wirbel. Immer wieder werden Forderungen nach personellen Konsequenzen laut. Aufsichtsratchef des Flughafens ist der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit. Die Länder Brandenburg und Berlin sind mit jeweils 37 Prozent, der Bund mit 26 Prozent an der Flughafengesellschaft beteiligt.

  • 08.09.2012, 10:30 UhrNobody

    Das ist leider nicht ganz richtig. Sie übernehmen schon die Verantwortung, aber sie persönlich haften für nichts, das ist das Problem.

  • 08.09.2012, 09:16 UhrWegimex

    Mal wieder ein Beweis dafür dass das wirkliche Problem dieses Landes die minderwertige Qualität seiner Politiker sind und zwar aller Parteien. lauter gesichtsloses Gesindel ohne Vision und ohne Verantwortung. Statt zu demonstrieren nimmt der Michel denen dann ab, dass das alles die Schuld der Banken sei und der paar Steuerhinterzieher. Ist doch echt irre.

  • 07.09.2012, 23:36 Uhrizibizi

    das wohl bekannte Problem der "besonderen" Personalpolitik,
    der geteilten Stadt und Brandenburg´s Platzeck
    (wir wollen auch Verantwortung übernehmen)

    Wirtschaftsstandort Flughafen?
    keine Sorge, wird einfach hin befohlen, kein Problem!

    da wird als ein vermeintliches "Bauernopfer",
    von einem Wowereit/Platzeck Team,
    das General-Planungsunternehmen (West), in einer Kopf-scheuen Kurzschlussreaktion, fristlos gekündigt
    und der von vielen Seiten insb. der IHK angemahnte, deutlich überforderte Flughafen Chef, laut IHK zwei, drei Nr. zu groß für den Mann,
    gegen jegliche Vernunft, in seinem Treiben belassen!

    Und dort sind *die Verantwortlichen*
    für den Ruin des Landes zu finden,
    Dort in der verquirlten Denkweise
    "politische Personal Auswahl per Himmelsrichtung"
    statt Qualifikation!
    die derartig ungeeignete Mitarbeiter, gegen jeglichen Sinn, Verstand und Vernunft,

    wie diese Sorte BMF Schäubles exPressesprecher (der ganz alleine die Tür zum Pressezentrum aufschließen konnte, wenn nicht zweimal abgesperrt war)
    oder dieser völlig überforderten (der Undefinierbare!) Röttgen, das Medien Liebchen,
    (ein 12 jähriger im Körper eines Erwachsenen gefangen, der nach seiner GENDER-Erziehung, sich auch gerne mal schminkt? ist doch nicht schlimm?)
    zwanghaft das letzte drittel der 3-Welt in "Arbeit & Brot" halten WILL, wir wollen auch Verantwortung übernehmen.
    Verantwortung bedeutet lernen-lernen-lernen, Weiterbildung, Fortbildung, Wissen erweitern
    und nicht den Sinn seines Arbeitsplatz darin zu sehen, das er den Leuten einen möglichst angenehmen Tagesablauf zu sichern kann, natürlich höchstbezahlt versteht sich,
    Verantwortung ist da völlig fehl am Platz,
    da braucht es zum Schutz Hierarchie

    und der FDP´s Döring, kann sich Vorstellen, heißt es!
    das alles abgenickt wird, was kommt?
    hat die FDP ja besondere Übung!
    die Reagierer,

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