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Statistisches Bundesamt: Einzelhandel verzeichnet stärksten Umsatzeinbruch seit vier Jahren

Die Einzelhändler haben im Oktober deutlich weniger Umsatz gemacht als erwartet. Von Krise will aber keiner reden. Schließlich sind die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft rekordverdächtig.

Vor dem Weihnachtsgeschäft muss der Einzelhandel einen deutlichen Umsatzeinbruch hinnehmen. Quelle: dpa
Vor dem Weihnachtsgeschäft muss der Einzelhandel einen deutlichen Umsatzeinbruch hinnehmen. Quelle: dpa

BerlinDie Einzelhändler haben vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft einen überraschenden Rückschlag erlitten. Ihr Umsatz brach im Oktober so stark ein wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Er fiel um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Preisbereinigt (real) fiel das Minus mit 2,8 Prozent noch größer aus. „Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Januar 2009“, sagte ein Statistiker. Ökonomen hatten lediglich mit einem realen Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet.

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Die Branche rechnet trotzdem mit einem Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft. „Die Chancen dafür sind gut“, sagte Kai Falk vom Branchenverband HDE. „Ein einzelnes Monatsergebnis sollte nicht überbewertet werden.“

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Von Januar bis Oktober zusammengerechnet lag das Umsatzplus mit 2,2 Prozent noch über der HDE-Prognose für das Gesamtjahr von 1,5 Prozent. „Der Konsum ist sehr stabil, auch wenn es kein Konsumboom ist“, sagte Falk. Das Weihnachtsgeschäft werde für einen Rekordumsatz von 80,4 Milliarden Euro sorgen. Das wären 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Auch die GfK-Konsumforscher rechnen mit einem versöhnlichen Jahresabschluss. „Die Rahmenbedingungen sind günstig“, sagte ihr Experte Rolf Bürkl. „Der Arbeitsmarkt ist robust, die Inflation fällt, die Einkommen steigen.“ Nach Prognose der GfK werden die Deutschen im Schnitt 285 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben – neun Prozent mehr als 2011. Hohe Benzinpreise und die für 2013 angekündigten Strompreiserhöhungen verhinderten ein besseres Ergebnis.

Einzelhandel

Den Rückschlag im Oktober erklärten sowohl der HDE als auch die GfK mit dem lange Zeit milden Wetter, der nicht gerade zum Kauf von Herbst- und Wintermode angeregt habe. Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren fiel deshalb besonders deutlich: Er blieb um 2,5 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Dagegen zogen die Umsätze im Internet- und Versandhandel um 2,7 Prozent an, im Lebensmittelhandel sogar um 3,7 Prozent und in Supermärkten und Warenhäusern um 3,8 Prozent.

 

  • 30.11.2012, 19:36 UhrD-Mark

    Schon wieder so eine unglaubwürdige Propaganda, das Handelsblatt sollte über die wahren Fakten berichten, sonst verliert es auch seine Leser recht schnell wie die FTD.

    Die wahren Fakten findet die Redaktion des Handelsblattes unter dieser Webseite

    http://www.querschuesse.de/deutschland-sehr-schwache-reale-einzelhandelsumsatze/

  • 30.11.2012, 14:59 Uhrhedgehog

    "Schließlich sind die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft rekordverdächtig."

    Jedes Jahr die gleiche Leier vom tollen rekordverdächtigen Weihnachtsgeschäft und Ende Januar kommt die Verbandsmitteilung, dass man sich vom Weihnachtsgeschäft mehr erhofft hat.

  • 30.11.2012, 14:37 UhrBrasil

    Ach nein, ist doch nicht wahr! Das europaeische und deutsche Politbuero berichten doch was diametral Entgegengesetztes!
    Glaubt diesen Verschwoerungstheoretikern kein Wort, das Zentralkommite hat immer Recht und will immer nur euer Bestes!
    Konzentriert euch auf eure Arbeit, beschimpft genau das was euer Zentralkommite will (das gewollte multikulti zum Beispiel) und schaut taeglich das klimbim im TV bei Chips und Bier und ihr werdet mehr Zufriedenheit erlangen. Wissen und Bildung sind Gift fuer euer Wohlkbefinden, nur Arbeit macht frei (ja, das hat schon euer Adolf gewusst). Schon in der Bibel steht, selig sind die Ahnungslosen (oder so)!

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