
KölnDie Süßwarenindustrie hat unter stark steigenden Rohstoffpreisen vor allem für Zucker schwer zu knabbern. Die aktuelle Lage für die 220 industriellen Hersteller in Deutschland sei bitter, sagte Bastian Fassin vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie am Dienstag vor dem Start der weltgrößten Süßwarenmesse ISM am Sonntag in Köln.
2012 sei der wichtige Export erstmals seit 2005 mengenmäßig gesunken - um 4 Prozent auf knapp 1,7 Millionen Tonnen. Der Exportumsatz stagnierte bei 5,8 Milliarden Euro. Eine künstliche Verknappung des Zuckers durch die EU-Zuckerquote führe dazu, dass Wettbewerber am Weltmarkt diesen Rohstoff inzwischen zur Hälfte des europäischen Preises beziehen.
Wird allgemein von Zucker gesprochen, ist meistens Kristallzucker (Haushaltszucker) gemeint, der auch Saccharose genannt wird. Er kann aus Zuckerrübe, Zuckerrohr oder Zuckerpalme gewonnen werden. Kristallzucker zählt zu den Kohlehydraten und hat einen hohen Kaloriengehalt. Bei der Verdauung wird er in Trauben- und Fruchtzucker gespalten.
Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, klingt gesünder, hat aber keinen geringeren Energiegehalt als Kristallzucker. So müssen Diabetiker den Fruchtzucker wie normalen Zucker berechnen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass ein Übermaß an Fruktose in der Ernährung die Entwicklung von Fettleibigkeit begünstigt.
Aspartam ist ein bekannter Süßstoff, der synthetisch hergestellt wird. Er ist in Softdrinks und Kaugummi weit verbreitet. Es gibt immer wieder Debatten, ob künstliche Süßstoffe gesundheitsgefährdend sind. Aspartam wurde in Deutschland 1990 zugelassen, die erlaubte Tagesdosis beträgt 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.
Das zerkleinerte Stevia-Blatt ist 30-mal süßer als Kristallzucker. Wird der Süßstoff aus dem Blatt isoliert, erhält man den Süßstoff Steviosid, der 250- bis 300-mal süßer als Zucker ist. Ein weiterer Stoff, der aus der Pflanze gewonnen werden kann, ist das Rebaudiosid-A – 300- bis 450-mal süßer als Zucker.
In der EU - auch in Deutschland - sei es als Folge auf die Zuckermarktprobleme bereits zu Betriebsschließungen oder Übernahmen in der Süßwarenindustrie gekommen, betonte Fassin. Hierzulande wurden 2012 rund 500 Arbeitsplätze in der drittgrößten Branche der Ernährungsindustrie abgebaut. Die Gesamtproduktion an Süßem und Knabberartikeln sank insgesamt leicht auf knapp 3,8 Millionen Tonnen und einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro. Der Exportanteil verringerte sich um rund einen Punkt auf 44,4 Prozent.
Der Verbraucher konnte sich 2012 über die europaweit niedrigsten Preise für Süßwaren freuen, die aber in diesem Jahr steigen werden, wie der Arbeitskreis ISM ankündigte. Für einen Warenkorb mit 17 Markenartikeln zahlt - einer Studie unter 20 EU-Ländern zufolge - der deutsche Konsument rund 23,50 Euro, der Durchschnittpreis liegt gut sieben Euro höher. Sogar Slowaken und Bulgaren müssen für Schokoladen, Fruchtgummi und Chips deutlich mehr zahlen. Pro Kopf nahmen die Verbraucher bundesweit im Schnitt knapp 32 Kilogramm Naschwerk pro Jahr zu sich - ein nahezu konstanter Wert.
Der Handel zeigte sich mit einem Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent auf 10 Milliarden Euro für das vergangene Jahr zufrieden. Olympia und die Fußball-Euromeisterschaft habe den Appetit vor allem auf salzige Snacks deutlich wachsen lassen, sagte Stefan Genth vom Handelsverband Deutschland. Die für die Industrie kritische Rohstoffsituation werde aber 2013 auch Handel und Verbraucher erreichen.

Sorry, aber der Zuckerpreis ist von April 2012 bis heute von 26 USCent auf 18,40 USCent gefallen. Wie kann man da schreiben, dass Süßwaren-Hersteller über die hohen Kosten aus gestiegenen Zuckerpreisen klagen? Was sagen die erst, wenn der Preis um dieselbe Spanne wirklich steigt? Das ist Jammern ohne Not und ganz mieser Journalismus!!!tMrKdj

Sorry, aber der Zuckerpreis ist von April 2012 bis heute von 26 USCent auf 18,40 USCent gefallen. Wie kann man da schreiben, dass Süßwaren-Hersteller über die hohen Kosten aus gestiegenen Zuckerpreisen klagen? Was sagen die erst, wenn der Preis um dieselbe Spanne wirklich steigt? Das ist Jammern ohne Not und ganz mieser Journalismus!!!
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