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12.12.2007 

England

Bei Sainsbury’s gab es vergangene Woche eine Packung Aspirin mit 16 Tabletten zu je 300 Milligramm zum Preis von 13 Pence - 0,8 Pence je Tablette. In England funktioniert die Konkurrenz deutlich besser als in Norwegen: 13 000 Apotheken gibt es hier. Etwa die Hälfte wird noch von selbstständigen Inhabern geführt oder gehört zu einer kleinen Kette mit nur wenigen Filialen.

Zu den Betreibern zählen auch Supermärkte wie Sainsbury’s, Tesco und die Wal-Mart-Tochter Asda. Ihre Pharmazien befinden sich irgendwo zwischen Drogerie- und Backwarenabteilung. Britische Verbraucher können viel Zeit sparen, indem sie den Einkauf von Lebensmitteln mit einem Abstecher zur Apotheke verbinden.

Großbritanniens führende Apothekenkette ist Alliance Boots mit 2 800 Filialen, in denen Medikamente, Drogerieartikel, Kosmetik, Putzmittel, Babyartikel und Sandwiches verkauft werden. Alliance Boots entstand 2006 aus dem Zusammenschluss der Apothekenkette Boots und des Pharmagroßhändlers Unichem. Nur neun Monate später - im April 2007 - legte ein Konsortium unter der Führung der Private-Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und des ehemaligen Boots-Aufsichtsrats Stefano Pessina ein Übernahmeangebot in Höhe von 16,2 Milliarden Euro vor und kaufte die Kette.

Nummer zwei am Markt ist Lloydspharmacy, eine Tochter von Celesio. In Großbritannien betreibt sie etwas mehr als 1 600 Apotheken. Nach Medikamenten-Umsätzen gerechnet, bezeichnet sich Lloydspharmacy als Branchenprimus.

USA

Klassische Apotheken, wie in Europa, kann man in den USA lange suchen. Apothekenketten von Phoenix oder Celesio? Fehlanzeige. Verkauf und Abgabe von Medikamenten haben längst große Drogerieketten wie CVS, Walgreen, Rite Aid oder Duane Reade - mit insgesamt mehr als 20 000 Filialen - übernommen.

Die Auswahl an rezeptfreien Mitteln scheint hier ungleich größer als in Deutschland. Wer will, kann sich hier auch Schmerzmittel in höherer Dosierung besorgen. Die frei erhältlichen Medikamente finden sich irgendwo in den Regalen zwischen Schokoriegeln und Windeln. Wer jedoch zur Apotheke will, um sein Rezept einzulösen, muss einmal durch die ganze Drogerie.

Die Pharmazie-Ecken sind eher spartanisch eingerichtet. Wer Glück hat, findet ein paar Stühle oder eine abgewetzte Ledercouch. Die braucht man denn auch: Der Service ist schlecht und die Wartezeiten können eher lang ausfallen.

Lesen Sie weiter auf Seite 10: Warum DocMorris jetzt auf richtige Apotheken setzt.

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