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Steuerhinterziehung: GfK entdeckt Betrügereien bei türkischer Tochter

Einmalig 21 Millionen Euro stellt das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK zurück. Der Grund sind Unregelmäßigkeiten bei seiner türkischen Tochter. Das dortige Management soll seit Jahren betrogen haben.

Die türkische GfK-Tochter soll Steuern hinterzogen haben. Quelle: dpa
Die türkische GfK-Tochter soll Steuern hinterzogen haben. Quelle: dpa

BerlinDas Marktforschungsunternehmen Gfk hat Betrügereien bei seinem türkischen Tochterunternehmen aufgedeckt. Nach firmeninternen Ermittlungen seien inzwischen abberufene Manager der GfK Arastirma Hizletleri A.S. in den Verdacht geraten, mehrere Jahre lang Steuern und Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen zu haben, teilte die GfK SE am Mittwoch in Nürnberg mit. GfK-Vorstandesmitglied Matthias Hartmann betonte, bei den Betrügereien handele sich um einen regional begrenzten „Einzelfall“.

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Das Unternehmen habe inzwischen Selbstanzeige bei den türkischen Behörden erstattet und rechne mit Nachzahlungen an die Steuerbehörden und Sozialversicherungen in zweistelliger Millionenhöhe. Es sei deshalb eine einmalige Rückstellung in Höhe von rund 21 Millionen Euro gebildet worden, die im Geschäftsjahr 2012 verbucht werde. Dies wirke sich auch auf den Konzerngewinn aus. Nähere Angaben machte die GfK dazu nicht.

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Nach vorläufigen Zahlen war der Umsatz der Gesellschaft im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent auf 1,514 Milliarden Euro gestiegen. Rund zwei Drittel des Umsatzwachstums gingen allerdings auf das Konto von Firmenzukäufen und Währungseffekten. Während in Süd- und Westeuropa das Geschäft mit Marktforschungsstudien 2012 so gut wie stagnierte, legte die GfK in Asien und im Pazifischen Raum beim Umsatz um fast 30 Prozent zu. Der operative Gewinn lag unverändert bei 187 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen will die GfK am 12. März vorlegen.

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