
FrankfurtCarsten Spohr lässt nicht locker. Gerade erst hat er in Berlin vorgestellt, wie er die Konkurrenz der Billigflieger wie Ryanair in den Griff bekommen will. Schon zieht der Vorstandschef des Passagiergeschäfts von Lufthansa den nächsten Strategieplan gegen die Rivalen aus der Schublade: Lufthansa und die konzerneigene Billigfluggesellschaft Germanwings werden sich künftig die deutschen und europäischen Strecken teilen.
Spohr sprach gestern vom „Stuttgarter Modell“, einer Blaupause für andere Standorte. Der Plan: Ab Februar wird Germanwings alle europäischen Ziele, die der Lufthansa-Konzern aus der schwäbischen Metropole bedient, übernehmen. Alle deutschen Strecken teilen sich die Lufthansa und Germanwings. Sie stimmen sich dabei ab, so dass nicht mehr wie bisher innerhalb von wenigen Minuten je eine Maschine von Germanwings und Lufthansa in Richtung Berlin startet.
Von Stuttgart aus soll dieses Modell zu anderen Standorten weiterziehen. Geplant ist, dass Germanwings die Europastrecken in Stuttgart, Hannover und Köln übernehmen wird, während diese Verbindungen an den Flughäfen in Düsseldorf, Hamburg und Berlin von Lufthansa selbst bedient werden.
Damit ist klar: Europas größte Fluggesellschaft wird im Heimatmarkt selbst zu einem Billiganbieter. Das zeichnete sich schon Mitte November ab, als Spohr in Berlin das „Berliner Modell“ vorstellte, von ihm ebenfalls als „Blaupause“ für andere Standorte gepriesen. In der Bundeshauptstadt will Lufthansa ab dem Sommer mit nur einem Flugzeugtyp fliegen und nur zwischen zwei Zielen pendeln ohne komplexen Flugzeugumlauf. Das senkt die Kosten, etwa bei der Bereitstellung der Crews und der Wartung. Zudem sind die Flugzeuge länger in der Luft, wo sie Geld verdienen. Auch will Lufthansa in der Kabine auf externe Dienstleister setzen.
Kerosin für Juxreisen (zum Beispiel für einen Tag von Hamburg morgens früh nach Mallorca und abends wieder zurück) ist steuerfrei das heißt Steuersatz NULL, dafür ist Pendlersprit für den Weg zur Arbeit mit dem HÖCHST-Steuersatz belegt. Dem schlafmützigen ADAC gebührt wegen dieses Unfugs ein "Schönheitspreis für politische Schizophrenie".
Leider kann von den German Wings Gehaeltern mit immer nur befristetem Vertrag keiner leben oder sterben, keiner ein Haus, ein Auto oder einen Kuehlschrank kaufen. Allenfalls Studenten und Hausfrauen, die sich ein Zubrot verdienen wollen, koennen hier arbeiten. Aber die deutsche Wirtschaft laesst sich mit solchen Billigjobs nicht ankurbeln. Schade, aber so will es der Verbraucher. Billig, billig, billig!!
Meines Erachtens ein Fehler!
Deutschland braucht nicht billig, sondern gut!
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