Lufthansa wird zum Billigflieger

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Strategieschwenk ist intern umstritten

Der Strategieschwenk ist intern umstritten. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter (UFO) hat bereits Widerstand gegen die Berliner Pläne angekündigt. Auch fürchten einige Lufthansa-Mitarbeiter, dass Germanwings bei einer zu engen Anbindung an die Mutter schnell die Kostenvorteile verlieren könnte. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, aber Experten schätzen, das Germanwings um bis zu 40 Prozent billiger „produziert“ als Lufthansa. Doch eine andere Wahl als die Ideen der Billigflieger zu übernehmen, bleibt Spohr nicht. Seit Jahren setzen die Billigfluggesellschaften Lufthansa zu. Der Europaverkehr schreibt fast schon traditionell rote Zahlen. Das ist auch eine Folge der Fehleinschätzung des früheren Managements. Als Ryanair und Easyjet vor Jahren starteten, räumte die Lufthansa-Spitze der Idee keine großen Chancen ein. Selbst als 2002 Germanwings an den Start geschickt wurde, wurde die Billigtochter stets klein gehalten, um das Geschäft der Kernmarke Lufthansa nicht zu gefährden.

Fluggesellschaften

Stattdessen versuchte Lufthansa selbst mit Kampfpreisen mitzuhalten, etwa mit den 99-Euro-Tickets für Hin- und Rückflüge auf kurzen Strecken. Doch das reichte nicht. Mittlerweile haben sich die so genannten Low-Cost-Anbieter weltweit und auch in Deutschland einen festen Platz im Luftverkehrsmarkt erarbeitet. Der Europaverkehr von Lufthansa blieb in der Verlustzone.

Als Christoph Franz, heute Vorstandschef von Lufthansa, Mitte 2009 die Leitung des Passagiergeschäfts übernahm, machte er die Sanierung des Europaverkehrs sofort zu seiner Hauptaufgabe. Anders als sein Vorgänger Wolfgang Mayrhuber fand er von Beginn an Gefallen an der Idee, die eigene Billigflugtochter Germanwings enger einzubinden.

  • 04.02.2012, 19:19 UhrAnonymer Benutzer: Chr.Zimmermann

    Kerosin für Juxreisen (zum Beispiel für einen Tag von Hamburg morgens früh nach Mallorca und abends wieder zurück) ist steuerfrei das heißt Steuersatz NULL, dafür ist Pendlersprit für den Weg zur Arbeit mit dem HÖCHST-Steuersatz belegt. Dem schlafmützigen ADAC gebührt wegen dieses Unfugs ein "Schönheitspreis für politische Schizophrenie".

  • 15.12.2011, 11:33 UhrAnonymer Benutzer: rita.amer@web.de

    Leider kann von den German Wings Gehaeltern mit immer nur befristetem Vertrag keiner leben oder sterben, keiner ein Haus, ein Auto oder einen Kuehlschrank kaufen. Allenfalls Studenten und Hausfrauen, die sich ein Zubrot verdienen wollen, koennen hier arbeiten. Aber die deutsche Wirtschaft laesst sich mit solchen Billigjobs nicht ankurbeln. Schade, aber so will es der Verbraucher. Billig, billig, billig!!

  • 15.12.2011, 09:15 Uhrmamasliebling

    Meines Erachtens ein Fehler!

    Deutschland braucht nicht billig, sondern gut!

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