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05.06.2008 
Medienbericht

Strenge Auflagen für Plus und Netto

Beim geplanten Zusammenschluss der beiden Discounter Plus und Netto macht das Bundeskartellamt den beteiligten Unternehmen laut Zeitungsberichten strenge Auflagen. Demnach muss Plus 370 seiner bundesweit 2 900 Läden verkaufen.

HB MÜLHEIM/HAMBURG. Zudem dürften die Muttergesellschaften der Discounter - Edeka und Tengelmann - anders als von ihnen geplant, nicht gemeinsam einkaufen, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstag berichtet. Ein Edeka-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Das Unternehmen sei weiterhin in Gesprächen mit dem Kartellamt. Auch eine Sprecherin von Tengelmann wollte keine Stellungnahme zu dem "laufenden Verfahren" geben.

Ebenso wollte sich das Bundeskartellamt nicht äußern. Eine Sprecherin verwies in Bonn auf den 20. Juni. Bis dahin werde die Behörde ihre Entscheidung bekanntgeben.

Einwände habe die Behörde auch gegen die geplante Beteiligung von Tengelmann an einer gemeinsam mit Edeka betriebenen Gesellschaft in Höhe von 30 Prozent, schreibt die Zeitung. Noch hätten sich die beiden Lebensmittelhändler keine Meinung gebildet, ob sie auch unter diesen Bedingungen einen Zusammenschluss ihrer Discount-Töchter anstreben. Die Chancen, dass das Bündnis zustande kommt, stehen bei 60 bis 70 Prozent, heißt es laut "SZ" in informierten Kreisen.

Die "Lebensmittelzeitung" schreibt unter Berufung auf eigene Informationen, das Kartellamt habe bereits bei Händlern angefragt, ob Interesse an Plus-Märkten bestehe. Die Briefe seien unter anderem an Aldi, Lidl, Metro, Rewe und Norma verschickt worden. Mit 4 000 Läden würden Plus und die Edeka-Tochter Netto in Deutschland über ein ähnlich dichtes Filialnetz verfügen wie Marktführer Aldi. Die Unternehmen müssen sich in den nächsten Tagen gegenüber dem Kartellamt erklären.

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