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Stromanbieter: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Teldafax-Management

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat nach wochenlangen Sondierungen formelle Ermittlungen gegen das Management des größten unabhängigen Stromanbieters Teldafax aufgenommen. Wie eine Sprecherin der Behörde gestern bestätigte, wurde unter dem Aktenzeichen 410 Js 511/10 ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Unternehmens eingeleitet.

Stromanbieter Teldafax: Staatsanwaltschaft prüft Verdacht der Insolvenzverschleppung Quelle: dpa
Stromanbieter Teldafax: Staatsanwaltschaft prüft Verdacht der Insolvenzverschleppung Quelle: dpa

DÜSSELDORF/BONN. Unter anderem geht die Staatsanwaltschaft dem Verdacht der Insolvenzverschleppung nach. Gegen welche Manager im weiteren Verlauf konkret ermittelt wird, prüft die Behörde noch. Sie hat hierzu mit der Vernehmung von Zeugen begonnen. Teldafax konnte im vergangenen Jahr zwischenzeitlich die Stromsteuer nicht bezahlen. Die Tochter Teldafax Energy hat noch keine testierten Abschlüsse für 2008 und 2009 vorliegen. Zurzeit verhandelt das Management mit einem russischen Investor, der frisches Geld einbringen soll.

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Das Unternehmen selbst weist zwar den Vorwurf der Insolvenzverschleppung zurück. Doch es gibt umfangreiche Indizien. Am 9. Juli 2009, hatte der komplette Vorstand von Teldafax einen dramatischen Brief an die Aufsichtsräte Anton und Reto Stiffler sowie Michael Josten geschrieben, der dem Handelsblatt vorliegt. Mehrere Gesellschaften – darunter die Holding und die Energietochter – seien Ende 2008 überschuldet gewesen, sie „weisen entweder ein negatives Eigenkapital auf oder haben mehr als die Hälfte ihres Stammkapitals zum Bilanzstichtag verloren“. (..) „Um die Illiquidität der Teldafax-Gruppe zu beheben, wurde eine Kapitalerhöhung beschlossen.“ (..) „Leider konnte bis heute noch kein erfolgreicher Abschluss getätigt werden.“ Die Vorstände kommen in ihrem Schreiben zu zwei möglichen Alternativen: „a) Antrag auf Insolvenz b) Niederlegung des Mandats als Vorstand (..).

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