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Stromanbieter: Teldafax stellt Insolvenzantrag

Die Auflösung des Werbevertrags mit dem Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen sollte die Kassen von Teldafax schonen - offenbar zu spät. Der angeschlagene Stromhändler hat nun Insolvenzantrag gestellt.

Der Sitz des Unternehmens Teldafax in Troisdorf bei Bonn. Quelle: dpa
Der Sitz des Unternehmens Teldafax in Troisdorf bei Bonn. Quelle: dpa

TroisdorfDer Stromverkäufer Teldafax hat beim Amtsgericht Bonn Insolvenzantrag gestellt. Das teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Das Unternehmen aus Troisdorf steckte bereits seit Monaten in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Bonn berief am Dienstag den Rechtanwalt Biner Bähr zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die seit Monaten mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfende Firma. Das Unternehmen selbst lehnte zunächst jeden Kommentar zu den Vorgängen ab.

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Nach Angaben des Landgerichts Bonn hatte Teldafax selbst Insolvenzantrag gestellt - und zwar für die Teldafax Holding AG, die Teldafax Energy GmbH und die Teldafax Services GmbH.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens waren in den vergangenen Monaten bereits unübersehbar gewesen. Immer wieder verweigerten Strom- und Gasnetzbetreiber dem Unternehmen wegen Zahlungsverzuges den Netzzugang. Dies sorgte auch für eine erhebliche Verunsicherung unter den Kunden. Denn sie liefen Gefahr, in diesem Falle in die teure Grundversorgung zurückzufallen.

Verfehlte Preispolitik

Erst vor gut einer Woche hatte das Unternehmen außerdem seinen Sponsoring-Vertrag mit dem Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen gelöst. Die Verbraucherzentrale Sachsen richtete bereits vor einigen Tagen eine Hotline für Teldafax-Kunden ein. Sie ist unter der Nummer 0900-1-797777 zu erreichen.

An der Krise hatte auch ein Eigentümerwechsel im Frühjahr nichts ändern können. Damals hatte der als Schiesser-Sanierer bekannt gewordene Hans-Gerd Höptner den Chefsessel übernommen und versucht, den angeschlagenen Billigstromanbieter zu retten. Er machte nicht zuletzt die verfehlte Preispolitik seiner Vorgänger für die Krise des Unternehmens verantwortlich. Um möglichst viele Neukunden zu gewinnen, hätten sie Strom teilweise unter dem Einkaufspreis verkauft.

Allerdings gelang es auch ihm nicht, Teldafax wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Bereits im Mai räumte Höptner wieder den Chefsessel des Troisdorfer Unternehmens. Nach eigenen Angaben verfügte Teldafax zuletzt in Deutschland über rund 780.000 Kunden.

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