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„Sunshine-Tickets“: Lufthansa zahlt, wenn es regnet

Die Airline-Krise schüttelt die Lufthansa durch, die Passagierzahlen brechen ein - Ideen müssen her. Nun bietet Deutschlands größte Fluglinie einen ungewöhnlichen Deal an: Sollte es am Ferienort regnen, erhalten Käufer entsprechender Tickets pro Regentag 20 Euro Entschädigung. Doch die Aktion ist begrenzt.

Lufthansa-Maschinen: 20 Euro, wenn es regnet. Quelle: ap
Lufthansa-Maschinen: 20 Euro, wenn es regnet. Quelle: ap

HB FRANKFURT. Im Kampf gegen sinkende Passagierzahlen bietet die Lufthansa künftig auch Tickets mit einer Schönwetter-Versicherung an. Sollte es am Ferienort regnen, erhalten Käufer pro Regentag 20 Euro Entschädigung, maximal aber 200 Euro, wie die größte deutsche Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die Flüge zu 36 ausgewählten Zielen sind ab 119 Euro zu buchen, normale Flüge innerhalb Europas werden teils ab 99 Euro angeboten. Die Reise muss spätestens am 8. November beendet sein.

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Für die Umsetzung des Konzepts wird bei Buchung eines "Sunshine-Tickets" automatisch auch eine Versicherung beim Kooperationspartner Wüba Versicherungs-AG abgeschlossen. Sollte es im Urlaub dann regnen, muss der Passagier Reisebeleg, Bordkarten und eine Auflistung der Regentage an die Versicherung schicken. Die überweist dann das Geld, wenn für die betroffenen Tage auf wetteronline.de mindestens fünf Millimeter pro Quadratmeter Regen dokumentiert wurde.

Die Aktion gilt nur zwischen dem 1. September und dem 31. Oktober. Die Reise müsse bis spätestens 8. November beendet sein, hieß es.

Die Lufthansa hatte im ersten Halbjahr einen Rückgang bei der Zahl der Passagiere um 4,8 Prozent auf 33,2 Millionen Fluggäste hinnehmen müssen. Die Auslastung der Sitzplätze fiel um 3,1 Punkte auf 75,2 Prozent. In der Luftfahrtkrise versuchen viele Fluggesellschaften und Tourismusunternehmen, mit neuen und ungewöhnlichen Angeboten und Preismodellen Kundschaft anzulocken.

Für Aufsehen sorgten immer wieder Vorschläge des Billigfliegers Ryanair, wonach beispielsweise die Nutzung der Toilette im Flieger extra Geld kosten sollte. Der Tourismus-Konzern Thomas Cook sorgte mit einem Angebot für Schlagzeilen, wonach Kunden sich gleich von zu Hause aus Handtuch und Liegeplatz am Pool reservieren können. In der britischen Presse wurde das kritisch gesehen - denn das Angebot gilt nur für Reisen von Thomas Cook Deutschland.

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