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Diskussion: Kommentare zu: Wo es Essen ohne Gentechnik gibt

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 19.10.2012, 16:30 UhrWolfsfreund

    Das Problem ließe sich ganz pragmatisch lösen: Eine eindeutige Deklarierungspflicht, ob irgendwo in der Herstellungskette genmanipuliertes Material verwendet wurde, etwa in Form einer Markierung "Gene Food", die mindestens so groß ist wie eine 2-Euro-Münze und unübersehbar. Dann hört der Spuk mit genmanipuliertem Essen binnen kürzester Zeit auf, denn jeder kann selbst entscheiden, ob er diesen Dreck essen will oder nicht.

    • 20.10.2012, 11:26 UhrFrank-O

      @Wolfsfreund:
      Diese Kennzeichnungspflicht gibt es bereits: VO (EU) 1829/2003 i.V.m. VO (EU) 1830/2003 [Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von genetisch veränderten Organismen. Es gibt halt (fast) keine solchen Lebensmittel zu kaufen. Vielleicht wird man bei sojahaltigen Lebensmitteln fündig. Ansonsten ist mir in meiner vieljährigen Berufserfahrung noch kein Obst oder Gemüse aufgefallen.

      Der LEH ist hier ziemlich lernfähig: Da die Verbraucher GVO-Lebensmittel ablehnen, findet man sowas auch nicht in den Regalen.

      Wozu auch: wir produzieren auch ohne GVO jährlich solche immensen Überschüsse, das wir das Geerntete sowieso nie aufessen können. Die meisten Menschen wissen gar, wieviel Obst und Gemüse gar nicht erst gegessen wird, sondern (beim Erzeuger, beim Abpacken oder im Supermarkt um die Ecke)im Kompost oder Abfall endet. Fragen Sie den Bauern / Gärtner ihres Vertrauens in der Nachbarschaft...

  • 19.10.2012, 21:39 Uhrpepe

    Das ist die Denke des reichen Westens, dem es egal ist das für die Erzeugung von Biolebensmitteln mehr Landwirtschaftsfläche bestellt werden muss. Nicht so schlimm, wir können es uns ja leisten und wenn der Afrikaner der das Zeug in Afrika anbaut nix abkriegt ist er halt selbst schuld. Noch gibt es keine Studie das die Genveränderungen bei Plfanzen zu einer Genveränderung an Tieren oder Menschen führen. Da Lebensmittel durch den Magen und die DNA der Planze nicht injiziert wird ist da auch nicht so tragisch. Natürlich soll es nicht so weit gehen wie bei Monsanto das einfach mal nur das Zeugs ein Gift überlebt das dagegen genetisch resistent ist. Aber wir wollen in allem Bereichen mehr mit weniger und gerade in Deutschland wo alle am meisten jammern, will am Ende keiner auch einen Cent für sein Essen ausgeben. In einer Geiz-ist-geil Gesellschaft einen echten Wandel zu erreichen dürfte schwer sein, wenn nicht gar unmöglich. Und es soll auch hier Leute geben die immer nur zu den billigsten Produkten im Geschäft greifen und zwar nicht weil sie es sich nicht leisten können. Genau das führt dazu das Verkäufer und Lastwagenfahrer nur mit Niedriglöhnen abgespeist werden über die wir uns dann wieder aufregen. Kurzum - ambivalent.

    • 20.10.2012, 07:12 UhrWolfsfreund

      "Das ist die Denke des reichen Westens, dem es egal ist das für die Erzeugung von Biolebensmitteln mehr Landwirtschaftsfläche bestellt werden muss."
      -----------------------
      Das Problem ist ein ganz anderes. Es lautet "7 Milliarden". Und mit jedem Tag kommt eine kleinere Großstadt dazu: + 227.252.
      http://www.weltbevoelkerung.de/oberes-menue/publikationen-downloads/zu-unseren-themen/weltbevoelkerungsuhr.html
      Und das liegt nicht an den Industrienationen, deren Bevölkerungen stagnieren oder gar rückläufig sind...
      Genmanipulierte Nahrung wird spätestens bei transgenen Pflanzen bedenklich, etwa für einen Allergiker, der nichtsahnend etwas zu sich nimmt, das er normalerweise verträgt, das aber z.B. durch Veränderungen in der Proteinzusammensetzung einen anaphyllaktischen Schott auslösen kann. Außerden geht der Anbau von genmanipulierten Pflanzen oft mit einer sehr intensiven Anwendung von Pestiziden einher.
      Übrigens: Die Ressistenz von Bt-Mais gegen diverse Schadinsekten ist schon wieder im Schwinden begriffen. Die Insekten mit ihrer kurzen Generationsfolge passen sich schon an. Außerdem steht MON810 Mais im Verdacht, mit dem rapiden Bienensterben in Verbindung zu stehen.
      Noch ein paar interessante Texte:

      http://www.planet-burgenland.at/2012/09/13/leberversagen-durch-den-verzehr-von-gentechnisch-verandertem-weizen/

      http://www.planet-burgenland.at/2012/08/06/zweite-studie-beweist-gentechnisch-verandertes-futter-macht-unfruchtbar/

      http://www.planet-burgenland.at/2012/06/24/texas-gentechnisch-verandertes-gras-totet-kuhe/

      http://www.planet-burgenland.at/2012/05/30/polen-verbietet-gen-mais-mon810-breite-front-gegen-gentechnik-in-europa/

      http://www.planet-burgenland.at/2012/05/01/fuhren-neue-gentech-saaten-direkt-zu-neuen-superunkrautern/

      Mein Fazit: Mir kommt nichts auf den Tisch, wo dieser Dreck drinsteckt, zumindest nicht, wenn ich es weiß. Und das ist auch der Grund, warum sich die Interessensverbände massiv gegen eine Kennzeichnungspflicht stemmen.

  • 20.10.2012, 07:26 Uhrholger

    kennt jemand noch die story von ddt und malaria?
    um die umwelt zu schützen haben güne aktivisten ein verbot von ddt erwirkt als folge davon konnt der malaria erreger sich wieder massiv ausbreiten und heute sterben millionen an den folgen.

    thema goldener reis. der wurde verändert und enthält nun provitamin a für hunderttausende würde das lebensrettend sein und noch mehr, die an dem vitamin mangel leiden, helfen. ist nur gentechnisch verändert und darum böse und die menschen sterben weiter.

    für mich sind greenpeace leute mehr fanatiker der übelsten sorte denn friedensstifter oder umweltretter, sie gehen offensichtlich über leichen um ihre ziele zuerreichen....oder wonach sieht das sonst aus?

    • 20.10.2012, 07:49 UhrWolfsfreund

      DDT ist, volkstümlich ausgedrückt, ein Sauzeug, hochgefährlich und kaum abbaubar (die biologische Halbwertszeit liegt bei einem Jahr), mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Tier, weil es sich im Fettgewebe anreichert, hormonelle Wirkung zeigt und als cancerogen eingestuft wird. Es wurde zu recht verboten.
      Der grundlegende Punkt ist jedoch, daß die Vermehrungsrate des Menschen endlich massiv reduziert wird, weil er sich als Art den natürlichen Kontrollmechanismen entzogen hat. Für das Jahr 2050 werden 9.5 Milliarden Menschen prohezeit. Ich werde das nicht mehr erleben, dafür bin ich zu alt. Und ich bin auch froh darüber, denn in einer Welt, in der der Mensch auch die letzten wilden Refugien "urbar" gemacht, sprich vernichtet hat, in der Bär, Wolf, Löwe und Elefant keinen Platz mehr haben, wollte ich nicht leben! Das hat nichts mit "grün" zu tun (mit den grünen Ideologen habe ich es auch nicht), sondern mit Lebensqualität und einer tiefen Bindung zur Natur!

    • 28.05.2013, 19:11 UhrTanteErna

      Na ja wers mag, mir kommt so ein Dreck nicht ins Haus!
      http://www.politaia.org/wp-content/uploads/2011/04/monsantkids_dees.jpg

  • 20.10.2012, 15:07 UhrSejaidre

    Und ich möchte mich bewusst für Gentechnik entscheiden. Warum aber nimmt man mein Grundrecht nicht ernst?

  • 20.10.2012, 21:14 Uhrlino

    Was hat die schweizer COOP mit "unser Norden" zu tun ? Nach meinen Informationen gar nichts. "unser Norden" ist eine Handelsmarke der COOP GENO Kiel, welche in Norddeutschland SKY und PLAZA-Märkte betreibt. Hat wohl der Prakitkant ausgearbeitet ?

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