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02.11.2005 

Damit schnitt Imperial besser als der Markt ab: Der Absatz sinkt im laufenden Jahr nach einer Schätzung des Verbandes der Cigaretteindustrie um ein Sechstel. Darum rechnet die Industrie auch unabhängig vom Steckzigaretten-Urteil mit einem weiteren Stellenabbau. Imperial hat bereits Kürzungen im Werk Berlin, BAT in Bayreuth angekündigt.

Für den Konzern legte Imperial Tobacco gestern ein Rekordergebnis vor. Der Umsatz vor Steuern stieg um vier Prozent auf 3,1 Mrd. Pfund, der Betriebsgewinn um sieben Prozent auf 1,3 Mrd. Pfund. Nachdem der Konzern bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr die Dividende erhöhte und für 200 Mill. Pfund Aktien zurückkaufte, stellte Davis für 2005/06 Aktienrückkäufe für bis zu 450 Mill. Pfund in Aussicht. Alternativ könnte er das Geld allerdings auch für Zukäufe ausgeben. „Akquisitionen sind Teil unserer Strategie“, sagte Davis. Er erwartet eine weitere Konsolidierung der Branche.

Die finanziellen Mittel für Übernahmen haben derzeit die meisten Tabakkonzerne. BAT-Chef Paul Adams sagte in der vergangenen Woche, 2005 werde ein starkes Jahr für sein Unternehmen. Der US-Konzern Altria hat im Oktober nach einem unerwartet guten Ergebnis seiner Tabaksparte Philip Morris („Marlboro“) die Gewinnprognose für das laufende Jahr leicht angehoben. Am Montag sagte die Nummer drei auf dem Weltmarkt, Japan Tobacco, ein Rekordergebnis voraus, nachdem der Gewinn im ersten Halbjahr um mehr als ein Drittel gestiegen war. Und auch der französisch-spanische Zigarettenhersteller Altadis („Gauloises“) und der britische Konkurrent Gallaher („Benson & Hedges“) berichteten zuletzt steigende Umsätze und Gewinne.

Analysten sagten, die Zahlen aus der Branche zeigten, dass es den Konzernen gelinge, sinkende Absätze durch Preiserhöhungen mehr als auszugleichen. Selbst Rauchverbote in immer mehr EU-Ländern können der Industrie die Laune nicht verderben.

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