Handel + Dienstleister

_

Tausende betroffen: Lufthansa will Betriebsrenten kürzen

Tausende Mitarbeiter der Lufthansa müssen sich einem Medienbericht zufolge auf sinkende Betriebsrenten gefasst machen. Die Kranich-Airline will Kosten sparen. Die schwache Wirtschaft macht Lufthansa zu schaffen.

Die Lufthansa will bei ihren Betriebsrenten sparen. Quelle: dpa
Die Lufthansa will bei ihren Betriebsrenten sparen. Quelle: dpa

FrankfurtDie Geschäftsführung der Lufthansa will laut „Spiegel“ den entsprechenden Tarifvertrag zum Ende des Jahres kündigen. Dieser regelt die Altersversorgung von mehr als 60.000 Mitarbeitern im Fluggeschäft des Konzerns, aber auch bei Ablegern wie der Catering- oder Techniksparte.

Anzeige

Bislang konnten langjährige Flugbegleiter mit rund 1000 Euro Zusatzrente pro Monat rechnen, Kapitäne sogar mit bis zu 4000 Euro. Stattdessen soll dem Bericht zufolge ein neues, abgespecktes Betriebsrenten-Modell erarbeitet werden, um Kosten zu sparen.

Ein Lufthansa-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters weder bestätigen noch dementieren. „In dieser Woche werden die Mitarbeiter informiert.“ Es gehe darum, das System zukunftssicher zu machen.

Skytrax-Ranking 2013 Die beliebtesten Airlines der Welt

  • Skytrax-Ranking 2013: Die beliebtesten Airlines der Welt
  • Skytrax-Ranking 2013: Die beliebtesten Airlines der Welt
  • Skytrax-Ranking 2013: Die beliebtesten Airlines der Welt
  • Skytrax-Ranking 2013: Die beliebtesten Airlines der Welt

Ein Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat kritisierte dem Magazinbericht zufolge den Sparplan und hielt ihn für überzogen. Die Lufthansa verdiene im laufenden Geschäft genug, argumentiert er, um die Bezüge in alter Höhe zahlen zu können.

Neue Vorschriften zur Rechnungslegung und die anhaltende Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank hatten dazu geführt, dass die Lufthansa ihre Pensionsrückstellungen in der Bilanz kräftig aufstocken musste.

Außerdem bekommt die Lufthansa bekommt die schwächelnde Konjunktur zu spüren. "Wir hatten einen ordentlichen Sommer, aber wir hatten gehofft, dass sich die Luftfracht stärker belebt", sagte Konzernchef Christoph Franz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das sei ausgeblieben. Die Einfuhren aus Asien nach Europa litten wegen der schwachen europäischen Wirtschaft. "Zudem beobachten wir eine Verlagerung auf See- und Landtransport." Auch die weltweiten Überkapazitäten belasteten seit Jahren das Frachtgeschäft - dies führe zu einem hohen Preisdruck. Immerhin habe Lufthansa Cargo aber Marktanteile dazugewinnen können.

Im Passagierverkehr steigt die Nachfrage laut Franz weiter. "Doch nicht immer merken wir das in höheren Gewinnen, denn auch hier ist der Preisdruck hoch." Mit Blick auf mögliche Zukäufe sagte der oberste Lufthanseat: "Die Konsolidierung wird in Europa weitergehen, aber wir lassen es derzeit ruhiger angehen." Das Unternehmen solle erst einmal finanziell noch stärker werden, "damit wir bereit sind, wenn eine strategisch sinnvolle Gelegenheit kommt".

  • 01.09.2013, 20:11 UhrRDA

    Die Niedrigzinspolitik der EZB ist nicht der Hauptgrund für die aktuell negativen Realzinsen. Die sind vielmehr in der schwachen Kreditnachfrage des Unternehmenssektors in Deutschland sowie die restriktive Kreditvergabe an Unternehmen in den SIGIP-Ländern begründet.

    Und dass Deckungsstöcke den Risiken der Inflation und des Kapitalmarktes ausgesetzt sind, war und ist seit Jahrzehnten bekannt. Aber dennoch haben unsere Politiker die gesetzliche Rente demontiert und uns alle, die sich private Vorsorge leisten können, den Risiken des MArktes ausgesetzt.

  • 01.09.2013, 18:35 UhrMBoudik

    Die Geister, die ich rief!

    Die Belastung durch Betriebsrenten, Pensions- und Rentenzusagen werden uns in den nächsten Jahren noch oft beschäftigen.

    Unternehmen wie Thyssen-Krupp werden in fünf Jahren – wenn sie weiterhin so schrumpfen - mehr Betriebsrentner wie aktive Angestellte haben. Wie soll das bei diesen Versorgungszusagen gehen?

    Wie steht es um die Versorgungswerke der freien Berufe? Warum haben die kein Problem mit dem Niedrigzinsumfeld? Die Lebensversicherungen aber schon. Wer macht da etwas besser?

    Die zugesagten Beamtenpensionen machen insbesondere den Bundesländern zu schaffen.


  • 01.09.2013, 16:50 UhrMichas

    Gutes Beispiel für unseren Pensionärsstaat!

  • Die aktuellen Top-Themen
Alles außer Autos: Die verrücktesten Leasing-Objekte

Die verrücktesten Leasing-Objekte

Hotelbetten, Meerschweinchen, Kühe, Zootiger – und sogar Erdbeeren: Kaum ein „Objekt“, das nicht per Leasing-Vertrag erhältlich und zu finanzieren wäre. Eine kleine Bildergalerie mit nicht alltäglichen Leasing-Objekten.

Laut Medienbericht: Beats-Musik-App soll iTunes aufgehen

Beats-Musik-App soll iTunes aufgehen

Apple ist der weltgrößte Verkäufer von Musik mit seiner Plattform iTunes. Sie soll laut einem Medienbericht um den Streaming-Dienst des Milliarden-Zukaufs Beats ergänzt werden.

„Best Lawyers“-Datenbank Die Top-Wirtschaftsanwälte weltweit

Finden Sie für jeden Fall den Richtigen: Der US-Verlag Best Lawyers hat nach der Methode „Anwalt empfiehlt Anwalt“ zusammengetragen, welche Kanzleien für welches Fachgebiet bei der eigenen Profession hoch im Kurs stehen.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR UNTERNEHMENS-VERKAUF UND UNTERNEHMENSNACHFOLGE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.