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Technische Überwachung: Tüv Süd will Indien erobern

Indiens Straßenverkehr gehört zu den gefährlichsten auf der Welt. Schuld sind vor allem Fortbewegungsmittel mit erheblichen Sicherheitsmängeln. Die Regierung greift nun durch und Tüv Süd freut sich über neue Aufträge.

Indiens Regierung will die Straßen sicherer machen. Quelle: dapd
Indiens Regierung will die Straßen sicherer machen. Quelle: dapd

MünchenWer in Indien in ein Straßentaxi steigt, bekommt schon einmal ein mulmiges Gefühl. Es knattert, es rappelt, gefahren wird mit Gottvertrauen. 200.000 Verkehrstote pro Jahr zählt das Schwellenland. Zu viel, sagt die Regierung und greift jetzt durch. Bis zu 15 Millionen Busse und Taxen müssen nun im ganzen Land regelmäßig zum Tüv nach deutschem Muster.

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„Das heißt: Auch die Tuc-Tucs kommen auf unsere Hebebühne“, sagt Dirk Eilers, Vorstand für das Asiengeschäft beim Tüv Süd. Eifrig bauen die Münchener in Neu-Delhi ihre erste Prüfstation auf, schon bald soll ein Tüv-Netz in ganz Indien entstehen, denn auch Privatautos müssen bald auf die Bühne.

„Ein praktisch unbegrenzter Markt“, schwärmen die Tüv-Manager. Die Deutschen verweisen auf ihre Expertise: Alleine in der Türkei prüfen die Münchener mit ihrem Tüv Turk heute schon mehr Autos als in Deutschland.

Prüfen, kontrollieren, zertifizieren: Seitdem die Technischen Überwachsungsvereine in Deutschland ihr Monopol für die technische Überwachung von Autos und Industrieanlagen verloren haben, suchen sie neue Felder. Der Tüv Süd, Deutschlands größter Prüfkonzern, hat sich vor allem Asien als neuen Betätigungsraum ausgewählt. Das Geschäft wächst kräftig: Nach voraussichtlich 1,8 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr sollen die Erlöse 2013 bereits auf über zwei Milliarden Euro klettern, bei einer Ebit-Marge von neun Prozent.

Die Renditen braucht der Konzern zur Expansion: Allein in diesem Jahr haben die Münchener bereits ein Dutzend meist kleinere Übernahmen gestemmt und 1500 neue Mitarbeiter an Bord genommen. Schon bald wird der Tüv Süd mehr als 20.000 Menschen beschäftigen, die Hälfte davon im Ausland.

  • 09.12.2012, 12:48 Uhrdenkender

    übertreiben die nicht etwas. bei einer milliarde einwohner sind doch 200.000 tote im straßenverkehr eine vertretbare quote.

  • 09.12.2012, 11:05 Uhrwalter

    dass es viele nicht verkehrstaugliche fahrzeuge gibt ist unbestreitbar.
    aber die vielen tödlichen unfälle werden aber primär durch die fahrkünste der inder verursacht.
    der inder fragt sich zum beispiel nicht welchen zweck ein rückspiegel hat! rückspiegel müssen eingeklappt werden. sie könnten ja abgefahren werden wenn auf 2spurigen fahrstreifen 4spurig gefahren wird!! und der inder schaltet grundsätzlich den hausverstand aus wenn er in ein fzg. steigt. eine lücke weiter vorne im stau - da muss man einfach hin obwohl man nur 10 m gewinnt. und wenn er einen unfall verursacht, dann war es garantiert nicht seine schuld. fehler der götter,hatte leider nicht genug an opfergaben erbracht. die inder sind ignoranten im strassenverkehr. unfassbar. die langsamsten lkw fahren auf der äusserst rechten spur,damit können sie nicht überholt werden. der rückspiegel eines lkw ist auch viel zu kurz um über die ladung hinauszureichen!!
    und die korrupte polizei lässt sich nirgends blicken. ich bin tausende km mit meinem eigenen fzg. in indien unterwegs gewesen. 2 unfälle. spurwechsel bei einer kreuzung nach grün. wenn man das tut braucht man ein ps-starkes fzg. da bekanntlich ja alle losfahren .... mit dieser massnahme der regierung werden nur symptome bekämpft aber garantiert nicht die ursachen

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