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Textilbranche: Amtsgericht genehmigt Schiesser-Insolvenzplan

Das Konstanzer Amtsgericht hat den Insolvenzplan für Schiesser durchgewunken. Damit ist die Insolvenz nach rund zwei Jahren offiziell beendet und der Weg an die Börse endgültig frei.

Nach der Entscheidung des Amtsgerichts ist der Weg an die Börse für Schiesser endgültig frei. Quelle: dpa
Nach der Entscheidung des Amtsgerichts ist der Weg an die Börse für Schiesser endgültig frei. Quelle: dpa

HB RADOLFZELL/KONSTANZ. Das Amtsgericht Konstanz hat den Insolvenzplan für den Textilhersteller Schiesser genehmigt. Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Gläubigerversammlung zugestimmt hatte, könne die Insolvenz nun zum Jahresende aufgehoben werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit sei der Weg für einen Börsengang im zweiten Quartal 2011 frei.

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Der Insolvenzplan von Insolvenzverwalter Volker Grub sieht den Angaben zufolge vor, dass die Gläubiger ihre Forderungen zunächst bis spätestens Ende 2012 stunden. Insgesamt beliefen sich die Forderungen auf 67 Millionen Euro, davon seien lediglich 43 Millionen Euro im Insolvenzplan erfasst.

Die übrigen 24 Millionen Euro entfielen auf Kreditinstitute und müssten vorrangig erfüllt werden. Grub rechnet damit, die Forderungen der Gläubiger bei einem Börsengang zu 100 Prozent erfüllen zu können.

Schiesser hatte im Februar 2009 Insolvenz angemeldet. Grub kündigte daraufhin den Großteil der Lizenzverträge für Marken wie Puma, Tommy Hilfiger oder Levi's, mit denen Schiesser hohe Verluste eingefahren hatte. Zudem brachte er das Unternehmen mit der Eröffnung eines Outlet-Stores auf dem Firmengelände wieder in die schwarzen Zahlen. 400 der 2 300 Stellen fielen weg.

Schließlich konnte Schiesser im vergangenen Jahr erstmals seit sechs Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Das 1875 gegründete Unternehmen ist auf hochwertige Wäsche sowie Bademoden und Sportwäsche spezialisiert.

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