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Textildiscounter: Kik-Textilien in eingestürzter Fabrik in Bangladesch

In der jüngst eingestürzten Fabrik in Bangladesch wurde bis 2008 auch für Kik produziert. In den Trümmern wurden nun aber Etiketten der Marke gefunden. Der Textildiscounter zeigt sich erschüttert, aber ratlos.

Das eingestürzte achtstöckige Haus in Bangladesch: Unter anderem soll Textildiscounter Kik hier produziert haben. Quelle: dpa
Das eingestürzte achtstöckige Haus in Bangladesch: Unter anderem soll Textildiscounter Kik hier produziert haben. Quelle: dpa

Berlin/BönenIn der eingestürzten Textilfabrik in Bangladesch sind nach Angaben der „Kampagne für Saubere Kleidung“ zahlreiche Textilien des deutschen Textildiscounters Kik gefunden worden. Das Unternehmen aus Bönen (Kreis Unna) hatte zuletzt erklärt, dass es seit 2008 keine direkten Geschäftsbeziehungen zwischen Kik und denen im Rana Plaza ansässigen Lieferanten gegeben habe. „Wir sind überrascht, betroffen und erschüttert, dass es offensichtlich Anzeichen dafür gibt, dass neben anderen Marken auch Textilien von Kik in den Trümmern des Rana Plaza Buildings gefunden worden sind“, teilte das Unternehmen mit.

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„Wir prüfen deshalb intensiv zusammen mit dem entsprechenden Importeur, wie die gefundenen Label und Textilien zu erklären sind.“ Kik frage sich auch, wie in einem von den Behörden zuvor offiziell geräumten Gebäude weiter gearbeitet werden konnte. Das Unternehmen werde weitere Nachforschungen anstellen. Parallel gehe es zusammen mit allen vor Ort produzierenden Textilherstellern darum, wie den Hinterbliebenen der Opfer und den vielen Verletzten schnell geholfen werden könne.

Die größten Textileinzelhändler Europas

  • Der Bekleidungsmarkt in Europa

    Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

  • H&M

    4,71 Prozent Marktanteil in Europa

  • Inditex (Zara u.a.)

    3,93 Prozent

  • C&A

    2,21 Prozent Marktanteil

  • Marks&Spencer

    1,68 Prozent

  • Next

    1,53 Prozent

  • Primark

    1,36 Prozent

  • Arcadia

    1,2 Prozent

  • Esprit

    0,85 Prozent

  • TK Maxx

    0,8 Prozent

  • Kik

    0,65 Prozent

  • Quelle

    Mintel (über statista.de)

Auch C&A hatte erklärt, die Geschäftsbeziehungen zu einem Lieferanten, der in dem Haus produzierte, vor wenigen Jahren beendet zu haben.

Der TÜV Rheinland wies unterdessen Vorwürfe zurück, er habe bei Überprüfungen der Fabrik keine Baumängel festgestellt. Der TÜV erklärte in Köln, die Untersuchung von Baumängeln sei nicht Gegenstand der Überprüfung gewesen. Die Mitarbeiter hätten nur soziale und ethische Kriterien der Arbeitsgestaltung zu prüfen gehabt.

In der Mitteilung der Kampagne für Saubere Kleidung hieß es: „Wir sind schockiert - es zeichnet sich ab, dass Kik innerhalb von nur acht Monaten ein drittes Mal in ein schweres Unglück in einer Textilfabrik involviert ist.“ In dem zerstörten Gebäude sei auch für Kunden in Europa und den USA genäht worden, darunter Mango aus Spanien und Primark aus Irland.

Fabrikeinsturz Primark will Opfer in Bangladesch entschädigen

Der Einsturz einer Fabrikhalle in Bangladesch kostete fast 400 Menschen das Leben. Nun will die britische Billigkette Primark einige Opfer entschädigen. In welcher Höhe lässt das Unternehmen offen.

Fabrikeinsturz: Primark will Opfer in Bangladesch entschädigen

Der irische Textildiscounter Primark hatte bereits mitgeteilt, ein Team arbeite vor Ort daran, den Menschen Soforthilfe wie auch längerfristige Unterstützung zukommen zu lassen.

  • 03.05.2013, 07:55 Uhrnetshadow

    "Soll das eine Realsatire werden?? Dafür ist die Butze dann wieder gut genug oder was? Das nenn ich mal konsequentes Vorgehen..."

    Wieso werden?
    In meinen Augen ist das eine, das ist so ähnlich wie mit den Kampfdrohnen, man sieht die Toten nicht mehr, und der Krieg ist damit "menschlicher".
    Nackte im TV/Internet? Igitt! Aber Blut darfs sein, und davon eine ganze Menge. Empfinde ich genauso als Realsatire. Zuviele Kampfszenen? Kein Problem, schneiden wie sie raus.
    Ebenso die Gleichschaltung Internet = TV.
    Ich halte von FB garnichts, aber wenn schon Millarden wie die Fliegen drauf fallen, muß man diesen Spiegel auch ansehen.

  • 03.05.2013, 07:00 Uhrkognitiver

    babsack, sie raffen es einfach nicht, verrecken dürfen die, die keinen Job finden in den Fabriken die für KiK, Primarck,H&M oder auch Style-Label wie Nike arbeiten, und das ist ein Massenphänomen, der Unfall, und das mag für Sie jetzt wieder zynisch klingen, war ein bedauerlicher Einzelfall

  • 03.05.2013, 01:56 UhrAurelius

    Und noch etwas: Facebook als Hort des Verbraucherschutzes und Gutmenschentums^^
    Soll das eine Realsatire werden?? Dafür ist die Butze dann wieder gut genug oder was? Das nenn ich mal konsequentes Vorgehen...

    Bevor ich mich dort mit Klarnamen anmelde, mache ich freiweillig ein downgrade auf Hauptschulabschluß. Also echt mal.

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