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Tourismusbranche: 2010: Reisende gaben 280 Milliarden Euro aus

Die Tourismusbranche ist in Deutschland ein Jobmotor. 2010 arbeiteten knapp drei Millionen Menschen in tourismusnahen Bereichen, geht aus einer Studie hervor. Die Branche hängt andere wichtige Zweige deutlich ab.

Blick auf den Nordstrand der Nordseeinsel Norderney mit Hunderten von Strandkörben. Quelle: dpa
Blick auf den Nordstrand der Nordseeinsel Norderney mit Hunderten von Strandkörben. Quelle: dpa

BerlinDie Tourismusbranche in Deutschland sorgt für fast drei Millionen Arbeitsplätze in Deutschland. 2010 arbeiteten 2,9 Millionen Erwerbstätige in Bereichen, die mit dem Tourismus in Verbindung stehen, wie der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) am Freitag in Berlin unter Berufung auf eine neue Studie mitteilte. Damit seien sieben Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland direkt dem Tourismus zuzuordnen gewesen. Die überwiegende Mehrheit der Jobs sei dabei auf das Beherbergungs- und Gaststättengewerbe entfallen, wo 1,7 Millionen Menschen gearbeitet hätten.

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Insgesamt habe der Tourismus damit 97 Milliarden Euro an Einkommen in Deutschland geschaffen. Das entspreche einem Anteil von 4,4 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft. So genannte Vorleistungen - etwa Dienstleistungen an Flughäfen, Lebensmittellieferungen an Gaststätten oder Handwerksarbeiten in Hotels - mit eingerechnet, ergebe sich ein Anteil von 9,7 Prozent der Bruttowertschöpfung.

Der Tourismus sei „ein ökonomisches Schwergewicht und ein echter Jobmotor in Deutschland“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Ernst Burgbacher. Vom Geschäft mit den Reisenden profitierten insbesondere mittelständische Unternehmen.

BTW-Präsident Klaus Laepple erklärte, häufig werde unterschätzt, wie relevant die Tourismuswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland sei. „Dabei liegt sie sowohl bei Beschäftigung als auch Wertschöpfung deutlich vor Wirtschaftszweigen wie KFZ-Industrie, Maschinenbau oder Bankwirtschaft“, gab Laepple zu bedenken. „Die Umsätze, die durch touristischen Konsum generiert werden, sprechen für sich.“

Urlauber und Geschäftsreisende in Deutschland gaben 2010 der Studie zufolge 280 Milliarden Euro für Güter und Dienstleistungen aus. Mit 241,7 Milliarden Euro hätten dabei 87 Prozent der Ausgaben inländische Reisende getätigt. Insgesamt seien etwa vier Fünftel der Ausgaben auf Privat- und ein Fünftel der Ausgaben auf Geschäftsreisen entfallen.

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