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Trend zu Onlinehandel hält an: Buchläden stehen vor schrumpfenden Erlösen

Der Onlinehandel bringt den Sortimentsbuchhandel ins Wanken - und aller Voraussicht nach wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern. Ketten wie Thalia reagieren darauf.

Filiale der Kette Thalia: Der Onlinebuchhandel wächst zu Lasten der Läden. Quelle: dpa
Filiale der Kette Thalia: Der Onlinebuchhandel wächst zu Lasten der Läden. Quelle: dpa

DüsseldorfFür den deutschen Sortimentsbuchhandel war 2011 kein gutes Jahr. Das überraschend gute Weihnachtsgeschäft mit einem Plus von fast fünf Prozent konnte die negative Tendenz nicht umkehren. Der Umsatz der Buchläden ging um 2,6 Prozent zurück. Das geht aus einer Untersuchung des Branchenmagazins „Buchreport“ hervor.

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Bereits 2010 war der Umsatz der Sortimentsbuchhändler um 3,3 Prozent geschrumpft. Die Erlöse der Buchläden beliefen sich damals nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auf 4,9 Milliarden Euro.

Der Absatz von Büchern sank 2011 sogar um 3,2 Prozent. Zu einem geringen Teil konnte dieser Rückgang durch höhere Verkaufspreise ausgeglichen werden. Der durchschnittliche Buchpreis lag laut „Buchreport“ im vergangenen Jahr bei 12,05 Euro, das sind 0,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Auslöser für das enttäuschende Abschneiden ist der weiter stark wachsende Onlinebuchhandel. Experten prognostizieren, dass der Sortimentsbuchhandel erstmals in seiner Geschichte weniger als die Hälfte der gesamten Buchumsätze macht. Besonders der Onlinehändler Amazon gräbt den traditionellen Buchhändlern das Wasser ab. „Die Verlagerung von stationärem hin zu Onlinebuchhandel ist ein langjähriger Trend, der sich fortsetzen wird“, prognostizierte eine Sprecherin der Buchhandelskette Thalia am Wochenende.

Ein weiterer Grund für den rückläufigen Buchumsatz der Sortimentsbuchhändler ist die wachsende Bedeutung des Non-Book-Bereichs in den Läden. Spiele, Geschenkartikel, sogar Küchengeräte haben längst in den Buchhandlungen Einzug erhalten.

  • 09.01.2012, 20:10 UhrAnonymer Benutzer: anno

    Seit Buchhandlungen nur noch bedrucktes Papier verkaufen, sind sie in der Tat überflüssig, im Ggs. zu Tankstellen.
    Online suche ich nach Themengebieten, und da es sich meist nicht um Werke wie die die Biografie von Lady Gaga handelt, weiß ich auch, dass das der sog. Buchhändler sowieso nicht da hat und bestelle. Ich erinnere mich dran, als man in Buchhandlungen wirklich noch schmökern konnte und glücklich mit einem Arm voll Bücher rauskam, die man vorher nicht kannte. Was ich dort heute sehe, will ich auch nicht kennen. Deshalb: es sollte weiter einen Ort geben, an dem man Bücher bestellen kann. Das kann gerne auch Tschibo übernehmen, sofern die Logistik passt.

  • 09.01.2012, 14:48 Uhrarroganzza

    Dieser Trend erinnert mich an viele Tankstellen in D. Bei einigen soll es ja auch noch Benzin geben ...

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