Gesucht würde ein Investor, der das Airline-Geschäft saniert, um es dann zu veräußern. In einem ersten Schritt werde der Aufsichtsrat wohl nächste Woche eine vollständige Zusammenlegung der beiden Gesellschaften beschließen, bestätigten Unternehmenskreise. Diskutieren wird der Aufsichtsrat auch alternative Überlegungen der Berger-Studie, die Tui-Airlines mit der Condor, der Flugtochter des Lufthansa/Karstadt-Quelle-Joint-Ventures Thomas Cook, zusammenzubringen.
Rein rechnerisch wäre eine solche Fluggesellschaft dann die Nummer drei in Deutschland. Ein Tui-Manager sagte allerdings dem Handelsblatt: „Ich kann mir das nicht vorstellen, denn wenn wir da Geld mitbringen sollen, müssten wir wohl passen.“ Ein Unternehmensberater wollte den Deal gleichwohl nicht ausschließen: Letztlich habe Lufthansa ein Interesse daran, die mit dem Zusammengehen von Air Berlin und DBA begonnene Konsolidierung des deutschen Luftverkehrsmarkt nicht vollständig an ihr vorbei gehen zu lassen.
Die angestrebte Verringerung der Kapitalbindung bremst auch Frenzels Pläne für das Kreuzfahrtgeschäft. Investitionen in eine eigene Flotte seien kaum möglich, hieß es aus dem HL-Aufsichtsrat. Denkbar seien Leasingverträge oder die Partnerschaft mit einem Kreuzfahrt-Anbieter.

