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Übernahme statt Fusion: Deloitte greift nach Roland Berger

Roland Berger und Deloitte verhandeln über eine Fusion ihrer Geschäfte – so lautet die offizielle Sprachregelung. Tatsächlich bahnt sich aber die Übernahme des deutschen Unternehmens an. Nach McKinsey entstünde so der zweitgrößte Beratungskonzern weltweit.

von S. Afhüppe, D. Fockenbrock, T. Kewes und K. Terpitz
Martin Wittig (links) ist seit Juli 2010 Chef von Roland Berger Strategy Consultants. Vorgänger Burkhard Schwenker ist Chef des Aufsichtsrats. Quelle: Thorsten Jochim für Handelsblatt
Martin Wittig (links) ist seit Juli 2010 Chef von Roland Berger Strategy Consultants. Vorgänger Burkhard Schwenker ist Chef des Aufsichtsrats. Quelle: Thorsten Jochim für Handelsblatt

BERLIN/DÜSSELDORF. Die Mail von Martin Wittig, dem Chef der Beratungsgesellschaft Roland Berger, war für die 180 Partner eine Überraschung. Vor wenigen Wochen erst hatten sich die Eigentümer der wohl bekanntesten deutschen Unternehmensberatung in Essen getroffen und dort entschieden, eigene Strategien für die Zukunft zu entwickeln.

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Doch jetzt wurden die Partner von den Expansionsplänen eines Wettbewerbers überrumpelt. "Während wir unsere Wachstumsoptionen prüfen", schrieb Wittig an seine Kollegen, habe sich "eine konkrete Gelegenheit entwickelt, die vielversprechend genug erscheint, um sie sofort den Partnern zu präsentieren - und sich die Zeit zu nehmen, sie gründlich zu durchdenken".

Dem Vorstandschef zufolge will "eine der weltgrößten professionellen Beratungsfirmen ihre Strategieberatung mit unserer Firma fusionieren und sie unter unseren Brand und unsere Führung stellen".

Die Rede war von Deloitte, was ihr Deutschland-Chef Martin Plendl gestern in einer Telefonkonferenz bestätigte. "Wir führen Gespräche mit Roland Berger." Ziel sei es, die Beratungsfirma aus München "in Deloitte Consulting aufzunehmen." Der Name Roland Berger solle aber erhalten bleiben.

  • 18.11.2010, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: Stefan L. Eichner

    Wie peinlich! Jahrelang haben die großen Strategieberater anstelle des Managements von Unternehmen eine Kostensenkungsrunde nach der anderen gegenüber der belegschaft verkauft. Kosten senken kann jeder und wegen der Krise brauchte kein Manager mehr einen sündhaft teuren, aber ansonsten wenig hilfreichen berater mehr als Sündenbock. Die Luft ist dünn geworden, die hohen Honorarsätze sind nicht mehr zu halten. Nur billiger, reicht künftig aber auch nicht. Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen.

  • 18.11.2010, 11:11 UhrAnonymer Benutzer: Daniel A

    KLASSE! bitte mehr davon erzählen :-)

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