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Übernahme: Swatch expandiert in den Luxusmarkt

Der Schweizer Uhrenhersteller übernimmt die amerikanische Nobelmarke Harry Winston. Analysten bewerten den Kauf als wichtigen Schritt: Langfristig könne sich der Konzern Zugang zum Diamantenmarkt verschaffen.

Der Weltmarktführer expandiert im hochpreisigen Uhrensegment. Quelle: ap
Der Weltmarktführer expandiert im hochpreisigen Uhrensegment. Quelle: ap

ZürichDer Schweizer Uhrenkonzern Swatch expandiert im hochpreisigen Uhren- und Schmuckbereich. Swatch übernimmt für rund eine Milliarde Dollar die amerikanische Nobelmarke Harry Winston mit der prestigeträchtigen Adresse Fifth Avenue in New York. „Die Marke Winston ergänzt das Prestige Segment der Gruppe bestens. Diamonds are a girl's best friend“, erklärte Swatch-Präsidentin Nayla Hayek am Montag.

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Der Kaufpreis wird zu 750 Millionen Dollar in bar fällig. Daneben übernimmt der Schweizer Uhren-Weltmarktführer Schulden der Firma im Wert von bis zu 250 Millionen Dollar. Harry Winston beschäftigt 535 Mitarbeiter und betreibt in Genf eine Fertigungsfirma. Die US-Firma ist auch in der Diamanten-Förderung aktiv. Dieser Bereich, die Harry Winston Diamond Corporation, wird allerdings nicht verkauft.

Luxusgüter-Branche


Swatch ist im Nobelbereich vor allem wegen der Uhrenmarken Breguet, Blancpain and Jaquet Droz bekannt. Bisher übernahmen die Schweizer vor allem kleinere Hersteller von Uhrenkomponenten. Der letzte größere Zukauf einer ganzen Marke liegt mehr als zehn Jahre zurück.

Mit der Übernahme von Harry Winston mache Swatch einen wichtigen Schritt im Schmuckmarkt und verschaffe sich langfristig möglicherweise Zugang zum Diamanten-Markt, erklärte Kepler-Analyst Jon Cox. Daran seien die Schweizer seit längerem interessiert.

Swatch erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von mehr als acht Milliarden Franken. Vorbörslich tendierte die Swatch-Aktie knapp ein Prozent fester.

 

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