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Umsatzzahlen: Einzelhandel verliert an Schwung

Ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft waren die Verbraucher knauserig. Unterm Strich bleibt dem Einzelhandel dennoch erneut ein Plus. Die dauerhaft steigenden Umsätze könnten in diesem Jahr zum Stocken kommen.

Zu Weihnachten machten die Deutschen ihre Einkaufstüten nicht ganz voll. Quelle: dpa
Zu Weihnachten machten die Deutschen ihre Einkaufstüten nicht ganz voll. Quelle: dpa

Wiesbaden/BerlinNach zwei starken Jahren in Folge ist dem deutschen Einzelhandel 2012 etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt schafften die Einzelhändler im Gesamtjahr aber noch ein nominales Umsatzplus von 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. Der Start ins neue Jahr sei „recht verhalten“ verlaufen, berichtete der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, in Berlin. Die Unternehmen rechneten jedoch im weiteren Jahresverlauf mit einer deutlich besseren Lage. Der HDE erwartet für 2013 insgesamt nur ein kleines Plus von einem Prozent.

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Nach Angaben der Statistiker in Wiesbaden konnte der Einzelhandel 2012 zwar das dritte Jahr in Folge zulegen. Die Dynamik aus den Vorjahren mit Umsatzzuwächsen von 2,7 Prozent (2011) und 2,6 Prozent konnte aber nicht fortgesetzt werden - obwohl die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit über 20 Jahren sank. Preisbereinigt (real) sanken die Umsätze im Einzelhandel 2012 sogar erstmals seit 2009 wieder leicht um 0,3 Prozent.

Dabei fiel der Dezember besonders schwach aus. Die Einzelhändler setzten im Jahresendspurt nach den vorläufigen Zahlen nominal 1,9 Prozent und real 4,7 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor. Allerdings hatte der Dezember 2012 auch zwei Verkaufstage weniger als der Vorjahresmonat.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

  • Eine Welt ohne Online-Shopping?

    „Aus heutiger Sicht wäre das der Weg zurück in die Steinzeit“, lautete eine Antwort auf diese Frage. E-Commerce hat sich fest in den Alltag der meisten Menschen integriert. Die Deutschen sind insgesamt besonders positiv eingestellt. 61 Prozent der Deutschen Online-Shopper möchten auf diese bequeme Art des Einkaufs nicht mehr verzichten.

  • Faktor Zeit

    „Zu den Zeiten einkaufen, die in mein Leben passen“ nennen in Deutschland vier von fünf Konsumenten als wichtigsten Vorteil. Eine echte Zeitersparnis haben 57 Prozent festgestellt. Mehr Zeit zu haben, empfinden dabei die meisten Deutschen als eine Entlastung im Alltag: 63 Prozent geben an, „viel weniger Stress beim Einkaufen als früher in der Stadt“ zu haben. 55 Prozent geben an, sich entspannter zu fühlen.

  • Faktor Angebotsvielfalt und Preis

    „Genau das Produkt, das ich suche“ finden in der Regel zwei Drittel der Online-Shopper. Und zwar sehr schnell und zum günstigsten Preis. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) gibt an, im Internet oft besonders individuelle Produkte zu finden, 62 Prozent schätzen es, dass sie Produkte finden, „die man im Geschäft beziehungsweise via Katalog nicht bekommen würde“.

  • Faktor Selbstbestimmung

    Die Mehrheit der Käufer erlebt sich im Internet als „empowered consumer“. Zwei Drittel der Online-Shopper halten sich für besser informiert über Angebote und Preise als früher, nutzen gerne Bewertungen anderer Kunden und meinen, dass Konsumenten heute durch Kommentarfunktion und Empfehlungen beim Online- Kauf viel mehr Einflussmöglichkeiten haben.

    Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

„Die Rückkehr des Verbrauchervertrauens hat die Realwirtschaft noch nicht erreicht“, sagte Christian Schulz von der Berenberg Bank: „Trotz niedriger Arbeitslosigkeit und steigender Löhne hielten die deutschen Verbraucher ihre Geldbörsen geschlossen - sogar an Weihnachten.“ Im Januar hellte sich die Stimmung der Verbraucher aber wieder auf, und im Frühjahr erwarten Ökonomen die Wiederbelebung der Konjunktur. „Dann dürfte Verbrauchern der Geldbeutel auch wieder lockerer sitzen“, prognostiziert Schulz.

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Im Vergleich zum guten November ging der Umsatz kalender- und saisonbereinigt im Dezember nominal um 2,0 Prozent und real um 1,7 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit Mai 2011.

Zu den wenigen Gewinnern gehörte 2012 einmal mehr der Internet- und Versandhandel, der seine Erlöse real um 1,4 Prozent und nominal um 3,1 Prozent ausbauen konnte. Besonders schlecht liefen die Geschäfte hingegen in Kaufhäusern.

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