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Umstrittene Leiharbeiter: Wie Amazon an Glanz verliert

Die Politik erhöht den Druck auf den Online-Händler Amazon wegen des umstrittenen Einsatzes von Leiharbeitern. Kunden kündigen ihre Nutzerkonten, im Netz hagelt es Beschwerden. Der Konzern wirkt hilflos.

DüsseldorfBald eine Woche ist es her, dass eine ARD-Dokumentation über Leiharbeiter beim Online-Händler Amazon viele Kunden des Unternehmens aufgeschreckt hat. Der in dem Film geäußerte Vorwurf: Leiharbeiter würden im Weihnachtsgeschäft in den Logistikzentren unangemessen behandelt und zumindest in einzelnen Fällen von einem zweifelhaften Sicherheitsdienst kontrolliert. Seit Tagen kündigen Kunden Nutzerkonten bei Amazon – und das Unternehmen ringt weiter nach einer angemessenen Antwort.

So kauft Markus Rieksmeier seine Lektüre ab sofort wieder in der Buchhandlung oder bei anderen Internetbuchläden. Und das, obwohl sich der Kommunikationsberater aus Hamburg bis vor einiger Zeit selbst noch als „Heavy-Nutzer“ des Versandhandels bezeichnet hat: Für einige tausend Euro im Jahr bestellte er dort vor allem Fachliteratur. Auch eine Buchhandlung in Eggenstein bei Karlsruhe hat seit heute wieder einen Kunden mehr. Malermeister Werner Deck hat sich wegen der Vorwürfe gegen Amazon zur Kündigung geklickt. „Der Fernsehbericht über die Arbeitsbedingungen hat mich erschrocken und betroffen gemacht. Für mich ist wichtig, Mitarbeiter so zu behandeln, wie ich auch behandelt werden möchte“, sagte er Handelsblatt Online.

Wegen Leiharbeit kritisierte Firmen

  • Daimler

    In der ARD-Reportage „Hungerlohn am Fließband“ (ausgestrahlt am 13. Mai 2013) wird gegen Daimler der Vorwurf erhoben, illegal Leiharbeiter über Werkverträge zu beschäftigen. Das Unternehmen hat die Vorwürfe zurückgewiesen und dem ausführenden SWR unter anderem vorgeworfen, Passagen des 45-minütigen Films „fingiert“ zu haben. Für die Reportage hatte ein Reporter verdeckt für zwei Wochen im Daimler-Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim gearbeitet.

  • Amazon

    Februar 2013: Eine ARD-Fernsehreportage über die Arbeits- und Lebensbedingungen von Leiharbeitern am Amazon-Standort im hessischen Bad Hersfeld sorgt für Wirbel. Die Saisonarbeiter sollen dem Bericht zufolge von privaten Sicherheitsdiensten schikaniert worden sein.

  • BMW

    September 2012: BMW kündigt an, die Leiharbeiterquote im Gesamtunternehmen auf acht Prozent zu begrenzen. Zuvor gab es einen jahrelangen Streit mit der Gewerkschaft IG Metall über den Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitnehmer-Vertreter geben an, zu Spitzenzeiten habe die Quote bei über 15 Prozent gelegen.

  • Deutsche Post DHL

    Mai 2012: Internationale Gewerkschaften werfen der Deutschen Post DHL vor, außerhalb Europas Arbeitnehmerrechte zu verletzen. Die Logistiktochter DHL habe eine „beschämende Bilanz“ beim übermäßigen Einsatz von schlecht bezahlten Zeit- und Leiharbeitern. Die Deutsche Post teilt mit, sie arbeite gemäß nationaler Gesetze und Gepflogenheiten der jeweiligen Länder.

  • GLS

    Mai 2012: In einer TV-Reportage berichtet Journalist Günter Wallraff über seine verdeckte Recherche beim Paketzusteller GLS: Fahrer seien dort zu schwer durchschaubaren Bedingungen und in oft nur mündlichen Verträgen als Subunternehmer verpflichtet worden. Leiharbeiter würden zu Dumpinglöhnen scheinselbstständig angeheuert. GLS weist die Vorwürfe zurück.

  • Zalando

    Juli 2012: Das ZDF berichtet über die Arbeitsbedingungen bei einem Dienstleister des Internet-Versandhandels Zalando in Großbeeren (Brandenburg). Ein großer Teil der Lagerarbeiter dieses Dienstleisters sei als Leiharbeiter beschäftigt. Sie dürften sich während ihrer Arbeitszeit nicht hinsetzen und erhielten nur den Mindestlohn von 7,01 Euro pro Stunde. Zalando weißt darauf hin, dass die 7,01 Euro der Einstiegslohn in der Zeitarbeit in Ostdeutschland sei. Feste Mitarbeiter würden mehr verdienen. Inzwischen hat Zalando ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung umgesetzt.


Natürlich sind Vorwürfe gegen Firmen im Online-Handel und die beteiligten Paketdienste nichts Neues. Der Wunsch der Kunden, so schnell wie möglich, eine unglaubliche Vielfalt an Waren möglichst über Nacht geliefert zu bekommen, hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt. In einer Fernseh-Reportage kritisierte im vergangenen Jahr der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff den Druck, der auf Mitarbeitern des Paketdienstes GLS lastet. Auch ZDF hatte in einer Dokumentation über den Versender Zalando über hohe Arbeitsbelastung berichtet.

Der Online-Handel boomt – der Branchenumsatz kletterte im vergangenen Jahr um fast ein Sechstel auf 39,3 Milliarden Euro – und gerade im Weihnachtsgeschäft ist der Erwartungsdruck der Kunden riesig, was pünktliche Zustellungen betrifft. Und im Schatten des Booms droht der Glanz Amazons zu schwinden.

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Wird das Unternehmen auf der einen Seite bewundert, wie es zu einem globalen Versandriesen geworden ist und auf der anderen Seite auch neue Geschäftsfelder wie Cloud Computing und elektronische Bücher („Kindle“) erschließt, ist die Arbeitswelt in den Logistikzentren immer wieder ein Kritikpunkt. Auch die Steueroptimierung, die der Konzern weltweit betreibt, ist Finanzministern in Deutschland, Großbritannien und anderswo ein Dorn im Auge.

Was US-Konzerne über ihre deutsche Steuerlast verraten

  • Amazon

    Länderspezifische Zahlen weist das Unternehmen nicht aus. Man zahle aber alle anwendbare Steuern in jedem der Länder, in denen das Unternehmen tätig ist. Details für Großbritannien zeigen, dass der Konzern dort keinerlei Unternehmenssteuern zahlt.

  • Apple

    Ein Apple-Sprecher macht es kurz: "Apple gibt keine regionalen Zahlen bekannt, daher kann ich Ihnen keine Gewinn- bzw. Steuerangaben für Deutschland nennen." Ähnlich wie bei Amazon erbringt die deutsche Apple GmbH lediglich Dienstleistungen für mit Apple verbundene Unternehmen.

    Die Gesellschaft meldete einen Umsatz von 53 Millionen Euro im Geschäftsjahr bis Ende September 2011 und zahlte fast sieben Millionen Euro Steuern. Die Apple Retail GmbH machte im selben Zeitraum einen Umsatz von 174 Millionen Euro, meldete aber einen Verlust in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Die GmbH verzeichnete eine Steuerrückzahlung von 201.493 Euro.

  • Google

    Die Google Germany GmbH meldet für 2011 eine Umsatz in Höhe von 190 Millionen Euro und einen Gewinn in Höhe von 16,2 Millionen Euro. Die abgeführten Steuern betragen 5,3 Millionen Euro.

  • Microsoft

    Das Unternehmen rechnet vor, 31 Prozent Unternehmenssteuer auf den Gewinn gezahlt zu haben. "Bei der Betrachtung der Steueraufkommens, das mit Microsoft insgesamt verbunden ist, ist zu beachten, dass der bei weitem größte Anteil des Umsatzes/Gewinns/Steueraufkommens über unsere 38.000 Partnerunternehmen erbracht wird", so ein Sprecher. Der Finanzbericht der Microsoft Deutschland GmbH (für das Geschäftsjahr bis Ende Juni 2011) weist einen Umsatz von 682 Millionen Euro aus und eine Steuerlast in Höhe von etwas über 29 Millionen Euro.

  • Starbucks

    Insgesamt 160 Filialen hat die Kaffeehaus-Kette Starbucks in Deutschland. Eine Sprecherin teilt mit: Starbucks [hat] es niemals umgangen, in Deutschland Steuern zu zahlen. In den vergangenen drei Jahren haben wir Steuern in Höhe von insgesamt mehr als 19 Millionen Euro bezahlt, unter anderem für Sozialversicherung und Unternehmenssteuer."

    Das die Sozialversicherung in diese Angabe mit eingezogen wird, dürfte einen guten Grund haben. Denn für das Geschäftsjahr 2010/11 hat die Starbucks Coffee Deutschland GmbH einen deutlichen Verlust gemeldet und darin keine Hoffnung geweckt, dass sich die Lage bessern könnte. "Aufgrund des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres sowie der Verlustvorträge ergibt sich kein Steueraufwand", heißt es im Jahresbericht.

Die „Financial Times“ berichtete kürzlich über die geringe Begeisterung, die dem Unternehmen in Großbritannien entgegen schlägt. Obwohl dort viele Stellen an neuen Standorten geschaffen werden, gibt es Kritik. „Sie werden nicht als guter Arbeitgeber angesehen“, zitierte das Blatt den Wirtschaftsförderer Glenn Watson, der für die Region rund um den Amazon-Standort im englischen Rugeley zuständig ist. Die Mitarbeiter beklagen sich, als „menschliche Roboter“ eingesetzt zu werden und unter immensem Druck bei der Arbeit zu stehen und über unzuverlässige Einteilung in Schichten.

Amazon verstößt Sicherheitsfirma

Angesichts der bekannten Kritikpunkte, ist es verwunderlich, dass Amazon wie in Schockstarre wegen der Recherchen der ARD wirkt. Das Unternehmen ringt auch Tage nach der Ausstrahlung noch um eine angemessene Antwort. Auf der englisch- und deutschsprachigen Facebook-Seite brodelt das Thema in den Nutzerkommentaren immer weiter. Doch eine Stellungnahme des Konzerns sucht man dort vergeblich.

Gegenüber einem Fernsehsender äußerte sich am Sonntag erstmals Deutschland-Geschäftsführer Ralf Klebe. „Amazon hat veranlasst, dass mit dem kritisierten Sicherheitsdienst nicht mehr gearbeitet wird“, sagte er in der Nachrichtensendung „RTL aktuell“.

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Der Firma Hensel European Security Services wurde in dem Beitrag die Nähe einiger Mitarbeiter zu rechtsradikalem Gedankengut vorgeworfen. Vor allem dieser Teil des Beitrags hatte international Wellen geschlagen. Das paramilitärische Auftreten des Sub-Auftragnehmers stieß Kunden negativ auf. Die Durchsuchungen von Leiharbeiter-Unterkünften seien zur „Dokumentation etwaiger Beschädigungen oder abhandengekommener Sachen“ erfolgt, teilte Hensel mit und wies den Vorwurf rechtsradikaler Gesinnung zurück.

Zunächst hatte Amazon darauf verwiesen, die Vorwürfe zu prüfen „auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde“. Das Ende – auch für indirekte Geschäftsbeziehungen – kam dann am Sonntag.

Glaubt man den zahlreichen Postings auf Twitter und Facebook, dürfte Amazon jedoch bereits zahlreiche Kunden verloren haben – wie viele, dazu sagt das Unternehmen nichts. Auf der Facebook-Seite des Online-Händlers laufen anprangernde Statusmitteilungen im Minutentakt ein. Während einige Nutzer das Unternehmen als „Sklavenhalter“ beschimpfen, geben andere den Kunden die Schuld, die Amazon durch ihre Bestellungen unterstützen. Einen Schritt weiter gehen die Teilnehmer der Facebook-Seite „Meinen Amazon-Account lösche ich“. Sie posten reihenweise Kündigungsbestätigungen, um sich solidarisch mit den Leiharbeitern zu zeigen.

Retouren im Online-Handel

  • Kunden schicken mehr zurück

    Viele Online-Händler stellen eine steigende Zahl von Rücksendungen fest. In einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg gab jeder zweite Händler an, dass seine Retourenquote in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Mehrheit rechnet mit einer weiteren Zunahme in den kommenden Jahren.

  • Auswahlbesteller

    Die Rücksendungen sind aus Sicht der Händler vor allem darauf zurückzuführen, dass der Artikel dem Kunden nicht gefällt oder – in der Modebranche – er nicht passt. Dritthäufigster Retourengrund seien Auswahlbestellungen, bei denn Kunden bereits beim Kauf eine Rücksendung einiger Artikel einkalkulieren.

  • Unbestimmter Kostenfaktor

    Die durchschnittlichen Kosten pro zurückgeschicktem Artikel schätzen die Online-Shop-Betreiber sehr unterschiedlich ein. Die Angaben sind breit gestreut und reichen von unter fünf bis 75 Euro. Mehr als jeder Dritte kann die Kosten nicht schätzen.

  • Hausmittel

    Die Händler sehen durchaus Möglichkeiten ihre Retourenquote zu senken. Mit Abstand als am wichtigsten erachten sie in diesem Zusammenhand eine detaillierte Produktbeschreibung und -darstellung.

  • Prüfung selten

    Mehr als 50 Prozent der von ibis research befragten Händler sagen, dass Sie Bestellungen nicht dahingehend überprüfen, ob der Kunde eine hohe Retourenwahrscheinlichkeit aufweist. Sie begründen das überwiegend mit einem zu hohen Aufwand.

  • Faktor Zahlungsverfahren

    80 Prozent erfassen die Retouren je Zahlungsverfahren nicht. Im Schnitt schätzen die Anbieter aber, dass bei Vorkasse am wenigsten Retouren auftreten – beim Versand auf Rechnung dagegen liegt der Wert am höchsten.

  • Kostenloser Rückversand

    Drei Viertel der Online-Händler planen mit Inkrafttreten der neuen EU-Verbraucherrecht-Richtlinie 2014 die Versandkosten bei Retouren auf den Kunden zu übertragen. Gleichzeitig gehen die meisten Befragten aber davon aus, dass ihre Kunden einen kostenlosen Rückversand erwarten.

Wer sich vor dem aufwändigen Löschprozedere scheut, findet Hilfe auf Twitter. Die Nutzer dort teilen fleißig eine Kündigungsanleitung. Dazu gibt es einen Link zu einer Online-Petition initiiert vom Landesbezirk Hessen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. 30.000 Stimmen sollen dort gesammelt werden, um Amazon zu besseren Arbeitsbedingungen für seine Beschäftigten zu zwingen.

Zeitarbeitsbranche steht unter Druck

Die Vorwürfe, dass aus osteuropäischen Ländern angeworbene Leiharbeiter teilweise zu wenig Geld erhielten oder die Abrechnung von Sozialbeiträgen nicht immer richtig erfolgte, schreckten bereits zum Ende vergangener Woche die Arbeitsbehörden auf.

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Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, hatte von dem US-Unternehmen schnellstmögliche Aufklärung „derzeit nicht transparenter Sachverhalte“ verlangt. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) legte am Wochenende nach. „Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

Die Vorwürfe stellten auch Aktivitäten infrage, im Ausland Arbeitnehmer anzuwerben und somit den Bedarf an Fachkräften für die deutsche Wirtschaft zu sichern, erklärte Regionaldirektor Martin in einer Mitteilung. „Die in der Fernsehdokumentation geschilderten Lebens- und Arbeitsbedingungen der spanischen Saison-Arbeitskräfte beschädigen das Ansehen Deutschland zutiefst.“ Nach eigenen Angaben beschäftigt Amazon in Deutschland 8.000 Logistik-Mitarbeiter fest.

Wo die Deutschen am liebsten shoppen

  • Kudamm

    Berlin hat zwar neben München die meisten Spitzenlagen insgesamt, kommt aber in der Top Ten der erfolgreichsten Einkaufsmeilen nicht vor. Der innerstädtische Konkurrenzkampf ist wahrscheinlich zu groß: Neben dem Kudamm zählen Tauentzienstraße, Alexanderplatz, Wilmersdorfer Straße und Friedrichstraße zu den „Hochfrequenz"-Einkaufsmeilen. Das bedeutet mehr als 5000 Menschen laufen hier pro Stunde entlang.

  • Das Segment der Luxusstraßen führt die Düsseldorfer Königsallee (5.935) unangefochten an, liegt im Gesamtranking aber auf Platz 33. Nach ihr kommt mit einigem Abstand erst der Neue Wall in Hamburg (2.835) und dann auf Platz 3 die Stuttgarter Stiftstraße (2.310). Darauf folgen die Münchner Maximilianstraße (1.800) und die Goethestraße in Frankfurt (1.520).

  • Neuhauser Straße

    Platz 10: Die Neuhauser Straße ist nicht mehr Münchens meistbesuchte Straße. Waren es 2011 noch 13.515 Passanten, die pro Stunde hier entlang liefen, sind es inzwischen 9275 Fußgänger.

  • Ludgeristraße

    Platz 9: Die Ludgeristraße in Münster ist seit 1969 reine Fußgängerzone. Sie beginnt am südlichen Ende des Prinzipalmarktes, und verläuft an den Münster Arkaden vorbei, hin zum Ludgeriplatz. 2008 hatte die Straße erstmals den Sprung in die Gruppe der zehn erfolgreichsten Einkaufsmeilen geschafft und war direkt auf Platz 4 gelandet. Insgesamt 9420 Passanten wurden hier pro Stunde gezählt.

  • Westenhellweg

    Platz 8: Der Westenhellweg ist Dortmunds größte Einkaufsstraße. Die Fluglinie Easyjet warb im Ausland mit der „Prachtstraße", um Flüge in die westfälische Stadt an den Mann zu bringen. Der Verlauf der Straße hat eine lange Geschichte: Es handelt sich um einen mittelalterlichen Heer- und Handelsstraße, die schon Karl der Große genutzt haben soll.

  • Spitaler Straße

    Platz 7: Auf der Spitaler Straße in Hamburg wurden 9840 Passanten pro Stunde gezählt.

  • Flinger Straße

    Platz 6: Die Flinger Straße in Düsseldorfs Altstadt schafft es zum ersten Mal nach weiter vorn im Ranking: Mit 10.150 Passanten springt sie von Platz 29 nach vorn. Auf der bisher beliebtesten Einkaufsstraße der Stadt finden umfangreiche Bauarbeiten statt, daher rühre die Verschiebung der Verhältnisse begründen die Mache der Studie von Jones Lang LaSalle.

  • Mönckebergstraße

    Platz 5: Eine zweite Hamburger Einkaufsmeile, die es unter die ersten zehn geschafft hat, ist die Mönckebergstraße mit 10.380 Passanten pro Stunde. Sie wurde 1909 dem Verkehr übergeben und benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister der Hansestadt, Johann Georg Mönckeberg, der im Vorjahr der Einweihung gestorben war.

  • Königsstraße

    Platz 4: Die Königsstraße in Stuttgart misst immerhin 1,2 Kilometer. Sie durchzieht die baden-württembergische Landeshauptstadt: Vom Hauptbahnhof führt sie am Schlossplatz, dem Kunstmuseum und einigen Landesministerien vorbei. 11.335 Passanten bewegen sich hier pro Stunde entlang.

  • Zeil

    Platz 3: Die Zeil in Frankfurt am Main. Die Einkaufsstraße in Deutschlands Finanzmetropole ist die am stärksten frequentierte Shopping-Meile in der Republik. In den 70er Jahren wurde aus der Zeil eine reine Fußgängerzone. Mit 500 Metern Länge gehört die Einkaufspassage in Frankfurt zum mittleren Schnitt. Jahresmiete pro Quadratmeter: 3.480 Euro, Monatsmiete pro Quadratmeter: 290 Euro, Veränderung zum Vorjahr: + 7,4 Prozent.

  • Schildergasse

    Platz 2: Schildergasse in Köln. Vor allem zur Weihnachtszeit drängen sich durch die schmale Einkaufspassage unglaubliche Menschmassen. Dann ist es kaum möglich von der einen Straßenseite zur anderen zu gelangen. Das kann in der vorweihnachtlichen Zeit gut und gerne mal eine kleine Ewigkeit dauern. Insgesamt ist die Schildergasse rund 500 Meter lang. Untersuchungen haben ergeben, dass in diesem Jahr durchschnittlich knapp 13.000 Besucher pro Stunde die Einkaufsstraße durchliefen.

  • Kaufingerstraße

    Platz 1: Kaufingerstraße in München. Die Kaufingerstraße ist das teuerste, was Deutschland zu bieten hat. 1239 wird die Straße erstmals erwähnt, als Zeuge tritt damals der Patrizier Chunradius Choufringer auf, der dann als Namensgeber diente. Jahresmiete pro Quadratmeter: 4.200 Euro, Monatsmiete pro Quadratmeter: 350 Euro, Veränderung zum Vorjahr: + 6,1 Prozent.

Die Zeitarbeitsbranche will angesichts der Debatte um schlechte Arbeitsbedingungen unsaubere Praktiken nicht hinnehmen. „Immer dort, wo illegale beziehungsweise unethische Machenschaften im Zusammenhang mit Zeitarbeitseinsätzen praktiziert werden, distanzieren wir uns ausdrücklich hiervon“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz. Die Mitglieder des Verbands hätten sich einem Ethikkodex verpflichtet und arbeiteten zudem mit einer Schlichtungsstelle zusammen.

Rund 90 Prozent der Zeitarbeiter bei den Mitgliedsfirmen hätten einen unbefristeten Arbeitsvertrag, betonte Stolz. Der iGZ ist einer der Arbeitgeberverbände der Branche und vertritt nach eigenen Angaben rund 2700 mittelständische Unternehmen.


Mitarbeit: Carina Groh-Kontio