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Wie Amazon an Glanz verliert

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Zeitarbeitsbranche steht unter Druck

Die Vorwürfe, dass aus osteuropäischen Ländern angeworbene Leiharbeiter teilweise zu wenig Geld erhielten oder die Abrechnung von Sozialbeiträgen nicht immer richtig erfolgte, schreckten bereits zum Ende vergangener Woche die Arbeitsbehörden auf.

Amazon Die verrücktesten Kundenrezensionen

  • Amazon: Die verrücktesten Kundenrezensionen
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Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, hatte von dem US-Unternehmen schnellstmögliche Aufklärung „derzeit nicht transparenter Sachverhalte“ verlangt. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) legte am Wochenende nach. „Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

Die Vorwürfe stellten auch Aktivitäten infrage, im Ausland Arbeitnehmer anzuwerben und somit den Bedarf an Fachkräften für die deutsche Wirtschaft zu sichern, erklärte Regionaldirektor Martin in einer Mitteilung. „Die in der Fernsehdokumentation geschilderten Lebens- und Arbeitsbedingungen der spanischen Saison-Arbeitskräfte beschädigen das Ansehen Deutschland zutiefst.“ Nach eigenen Angaben beschäftigt Amazon in Deutschland 8.000 Logistik-Mitarbeiter fest.

Wo die Deutschen am liebsten shoppen

  • Kudamm

    Berlin hat zwar neben München die meisten Spitzenlagen insgesamt, kommt aber in der Top Ten der erfolgreichsten Einkaufsmeilen nicht vor. Der innerstädtische Konkurrenzkampf ist wahrscheinlich zu groß: Neben dem Kudamm zählen Tauentzienstraße, Alexanderplatz, Wilmersdorfer Straße und Friedrichstraße zu den „Hochfrequenz"-Einkaufsmeilen. Das bedeutet mehr als 5000 Menschen laufen hier pro Stunde entlang.

  • Das Segment der Luxusstraßen führt die Düsseldorfer Königsallee (5.935) unangefochten an, liegt im Gesamtranking aber auf Platz 33. Nach ihr kommt mit einigem Abstand erst der Neue Wall in Hamburg (2.835) und dann auf Platz 3 die Stuttgarter Stiftstraße (2.310). Darauf folgen die Münchner Maximilianstraße (1.800) und die Goethestraße in Frankfurt (1.520).

  • Neuhauser Straße

    Platz 10: Die Neuhauser Straße ist nicht mehr Münchens meistbesuchte Straße. Waren es 2011 noch 13.515 Passanten, die pro Stunde hier entlang liefen, sind es inzwischen 9275 Fußgänger.

  • Ludgeristraße

    Platz 9: Die Ludgeristraße in Münster ist seit 1969 reine Fußgängerzone. Sie beginnt am südlichen Ende des Prinzipalmarktes, und verläuft an den Münster Arkaden vorbei, hin zum Ludgeriplatz. 2008 hatte die Straße erstmals den Sprung in die Gruppe der zehn erfolgreichsten Einkaufsmeilen geschafft und war direkt auf Platz 4 gelandet. Insgesamt 9420 Passanten wurden hier pro Stunde gezählt.

  • Westenhellweg

    Platz 8: Der Westenhellweg ist Dortmunds größte Einkaufsstraße. Die Fluglinie Easyjet warb im Ausland mit der „Prachtstraße", um Flüge in die westfälische Stadt an den Mann zu bringen. Der Verlauf der Straße hat eine lange Geschichte: Es handelt sich um einen mittelalterlichen Heer- und Handelsstraße, die schon Karl der Große genutzt haben soll.

  • Spitaler Straße

    Platz 7: Auf der Spitaler Straße in Hamburg wurden 9840 Passanten pro Stunde gezählt.

  • Flinger Straße

    Platz 6: Die Flinger Straße in Düsseldorfs Altstadt schafft es zum ersten Mal nach weiter vorn im Ranking: Mit 10.150 Passanten springt sie von Platz 29 nach vorn. Auf der bisher beliebtesten Einkaufsstraße der Stadt finden umfangreiche Bauarbeiten statt, daher rühre die Verschiebung der Verhältnisse begründen die Mache der Studie von Jones Lang LaSalle.

  • Mönckebergstraße

    Platz 5: Eine zweite Hamburger Einkaufsmeile, die es unter die ersten zehn geschafft hat, ist die Mönckebergstraße mit 10.380 Passanten pro Stunde. Sie wurde 1909 dem Verkehr übergeben und benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister der Hansestadt, Johann Georg Mönckeberg, der im Vorjahr der Einweihung gestorben war.

  • Königsstraße

    Platz 4: Die Königsstraße in Stuttgart misst immerhin 1,2 Kilometer. Sie durchzieht die baden-württembergische Landeshauptstadt: Vom Hauptbahnhof führt sie am Schlossplatz, dem Kunstmuseum und einigen Landesministerien vorbei. 11.335 Passanten bewegen sich hier pro Stunde entlang.

  • Zeil

    Platz 3: Die Zeil in Frankfurt am Main. Die Einkaufsstraße in Deutschlands Finanzmetropole ist die am stärksten frequentierte Shopping-Meile in der Republik. In den 70er Jahren wurde aus der Zeil eine reine Fußgängerzone. Mit 500 Metern Länge gehört die Einkaufspassage in Frankfurt zum mittleren Schnitt. Jahresmiete pro Quadratmeter: 3.480 Euro, Monatsmiete pro Quadratmeter: 290 Euro, Veränderung zum Vorjahr: + 7,4 Prozent.

  • Schildergasse

    Platz 2: Schildergasse in Köln. Vor allem zur Weihnachtszeit drängen sich durch die schmale Einkaufspassage unglaubliche Menschmassen. Dann ist es kaum möglich von der einen Straßenseite zur anderen zu gelangen. Das kann in der vorweihnachtlichen Zeit gut und gerne mal eine kleine Ewigkeit dauern. Insgesamt ist die Schildergasse rund 500 Meter lang. Untersuchungen haben ergeben, dass in diesem Jahr durchschnittlich knapp 13.000 Besucher pro Stunde die Einkaufsstraße durchliefen.

  • Kaufingerstraße

    Platz 1: Kaufingerstraße in München. Die Kaufingerstraße ist das teuerste, was Deutschland zu bieten hat. 1239 wird die Straße erstmals erwähnt, als Zeuge tritt damals der Patrizier Chunradius Choufringer auf, der dann als Namensgeber diente. Jahresmiete pro Quadratmeter: 4.200 Euro, Monatsmiete pro Quadratmeter: 350 Euro, Veränderung zum Vorjahr: + 6,1 Prozent.

Die Zeitarbeitsbranche will angesichts der Debatte um schlechte Arbeitsbedingungen unsaubere Praktiken nicht hinnehmen. „Immer dort, wo illegale beziehungsweise unethische Machenschaften im Zusammenhang mit Zeitarbeitseinsätzen praktiziert werden, distanzieren wir uns ausdrücklich hiervon“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz. Die Mitglieder des Verbands hätten sich einem Ethikkodex verpflichtet und arbeiteten zudem mit einer Schlichtungsstelle zusammen.

Rund 90 Prozent der Zeitarbeiter bei den Mitgliedsfirmen hätten einen unbefristeten Arbeitsvertrag, betonte Stolz. Der iGZ ist einer der Arbeitgeberverbände der Branche und vertritt nach eigenen Angaben rund 2700 mittelständische Unternehmen.

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Mitarbeit: Carina Groh-Kontio

  • 20.02.2013, 14:11 UhrMaetzler

    Typisch deutsche Empörungsmentalität, von Apple über ein Klinkerhaus in Grosburgwedel, Banken in Zypern, der Papst tritt selbst zurück, ESM, jetzt halt AMAZON. In 5 Tagen ist dann die nächste Sau dran über die man sich empören kann. Wie schön auch, dass Frau von der Leyen jetzt aufgeschreckt ist, guten Morgen auch. Das Leiharbeitsthema ist ja auch ganz was neues. Man sieht dort vor lauter schwarzen Schafen das weisse nicht mehr, ist alles hinlänglich bekannt, nur könnte man ohne die Leihsklaventreiber die Arbeitslosen Statistik nicht so schön klein rechnen. Neu ist allerdings, dass nicht mehr nur deutsche Harzer ausbeutet werden, sondern die Skalven aus der ganzen EU kommen. Endlich hat mal einer die Vorteile eines gemeinsamen Binnen Marktes erkannt.
    Wenn man politisch wirklich wollte hätte man das Problem schon längst durch einen flächendeckenden Mindestlohn lösen können. Aber wer will schon seiner Klientel / Koalitionspartner wehtun? So tut man mal wieder betroffen und hofft dass das Thema wieder in der Versenkung verschwindet, dann kann man sich auch wieder ablegen bis zur nächsten Empörung.
    Die kommt bestimmt, spätestens wenn mal einem auffällt, dass Sklaven keine Beiträge ins Sozialsystem zahlen. Denn wenn die Rente knapp wird, dann ist Schluss mit lustig, dann ist in Berlin ganz schnell Götterdämmerung. Robespierre wurde zuerst auch nicht ernst genommen, aber ist der Kopf erst mal ab ändert sich auch die Sichtweise.

  • 20.02.2013, 13:00 UhrIlloinen

    Lieber ein sog. „Gut Mensch“ als schlechter Mensch! Das Firmen überhaupt so arbeiten können, haben doch die Herrschenden erst zu verantworten. Ausbeuterlöhne zahlen, durch weltweite Filialen, fallen fast bis keine Steuern an. Der Mittelstand zahlt die Zeche. Zum anderen gibt es Millionen von Menschen, die weniger als 5 Euro die Stunde bekommen, die können sich teure Ware, wohl schlecht leisten.

  • 20.02.2013, 11:59 UhrLesefuchs

    Und wen wählen Sie dann dieses Jahr???

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