Großreeder wegen Iran-Geschäften im Zwielicht

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Genutzt hat die Maßnahme freilich wenig: Die Iraner entzogen sich den Kontrollen, indem ein Netzwerk von mehr als einem Dutzend Strohfirmen das Geschäft des Mutterkonzerns fortführte. Wie so oft waren es die Amerikaner, die zuerst auf die fragwürdigen Geschäfte aufmerksam wurden: Das US-Finanzministerium setze die Firmen, allesamt im feinen Hamburger Stadtteil Uhlenhorst ansässig, im vergangenen September auf die Sanktionsliste.

In Deutschland gab man sich hingegen bislang blind: Zwar ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft seit 2009 im "Hansa-India"-Fall gegen "unbekannte Mitarbeiter" der IRISL, gegen die Hamburger Tochterfirmen sei dabei bislang jedoch nicht ermittelt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zumindest mit einiger Verspätung wird es jetzt aber doch noch zu Konsequenzen kommen: Mit der neuen EU-Sanktionsrunde wurden die Finanzen der IRISL-Strohfirmen eingefroren. 

Israel hat wegen des Vorfalls auf der „MS Victoria“ mittlerweile Beschwerde beim Uno-Sicherheitsrat eingelegt. Meron Reuben, Israels Ständiger Vertreter bei der Uno, wirft in einem Brief an das Uno-Gremium Iran einen "eklatanter Verstoß gegen mehrere Entscheidungen des Uno-Sicherheitsrates" vor. Der Sicherheitsrat müsse daher "harte Maßnahmen" gegen die beiden Staaten durchsetzen, heißt es in Reubens Brief. Aus Diplomatenkreisen in New York und Jerusalem erfuhr das Handelsblatt, dass neben den Iranern auch das syrische Regime von Baschar al-Assad in die Vorfälle verwickelt ist.

Über den genauen Inhalt des Uno-Berichts ist bislang nichts näheres bekannt. Das ist den Geheimniskrämereien eines weiteren internationalen Akteurs geschuldet – Russland versucht derzeit mit aller Macht, die Veröffentlichung der Uno-Überprüfung zu verhindern. Offensichtlich will man in Moskau die russischen Geschäfte mit den Regimes in Teheran und Damaskus vor der Öffentlichkeit abschirmen.

  • 31.05.2011, 09:03 UhrAnonymer Benutzer: Carsten

    Wenn man keine Ahnung hat von einem Thema, sollte man keine Artikel dazu schreiben! Der Deutsche "Tramp-Reeder" hat einen Einfluß/Kontrolle über die Ladung, sondern diese liegt beim Charterer, er hat das Schiff an CMA vercharterert!

  • 31.05.2011, 07:35 Uhrderheuschreck

    Warum schreibt das Handelsblatt eigentlich neuerdings einige Autorennamen groß in die Artikelvorspänne, wenn diese noch nicht einmal eine interaktive Funktion erfüllen? Andere sind da schon weiter. Lassen Sie das doch besser gleich weg.

  • 30.05.2011, 23:47 UhrAnonymer Benutzer: Montaillou

    Es wird bald mächtig krachen, wenn Israel und die USA nicht endlich gestoppt werden!

    „Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.“ Albert Einstein

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