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USA fordern Konsequenzen: Großreeder wegen Iran-Geschäften im Zwielicht

exklusiv Der französische Großreeder CMA CGM soll für den Iran Waffen transportiert haben - ein klarer Verstoß gegen das internationale Embargo. Die USA fordern nun harte Strafen.

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von Johannes C. Bockenheimer und Benjamin Weinthal
Schon zweimal wurden Schiffe der französischen Reederei CMA CGM mit iranischen Waffenlieferungen erwischt. Quelle: dpa
Schon zweimal wurden Schiffe der französischen Reederei CMA CGM mit iranischen Waffenlieferungen erwischt. Quelle: dpa

Düsseldorf/BerlinÄrger für CMA CGM: Das US-Finanzministerium prüft Strafmaßnahmen gegen den drittgrößten Reeder der Welt wegen möglicher Verstöße gegen die Iran-Sanktionen der USA. Im März war das Container-Schiff "MS Victoria" von der israelischen Marine im Mittelmeer aufgegriffen und in die israelische Hafenstadt Ashdod eskortiert worden. An Bord fanden Marinesoldaten mehr als 50 Tonnen Waffen aus Iran. Darunter Anti-Schiff-Raketen, 3000 Mörsergranaten und fast 70.000 Schuss Munition für Maschinengewehre. Die Route der „Victoria“ führte von Syrien über den Hafen Mersin in der Türkei nach Alexandria in Ägypten. Israelischen Sicherheitskreisen zufolge waren die Waffen für die Terrororganisationen Hamas im Gazastreifen bestimmt. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der französische Konzern wegen brisanter Iran-Geschäfte ins Fadenkreuz der Amerikaner gerät. Schon 2010 war ein Schiff des Reeders mit iranischen Waffenlieferungen festgesetzt worden.  

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Für CMA CGM hat der Vorfall ein Nachspiel und belastet zudem die Europäisch-Amerikanischen-Beziehungen: Der US-Kongressabgeordnete Mike Conaway fordert in einem Schreiben an US-Außenministerin Hillary Clinton und US-Finanzminister Timothy Geithner ein hartes Vorgehen gegen die Franzosen. Das Schreiben kommt politisch zur denkbar ungünstigen Zeit: Die transatlantischen Beziehungen sind im Hinblick auf die Iran- Sanktionen seit Monaten schwer belastet.

Vor wenigen Tagen passten die Europäer ihre Iran-Sanktionsliste an, dem EU-Beschluss ging monatelanger Druck aus den USA voraus. Insgesamt 100 Unternehmen wurden mit der neuen Sanktionsrunde von den Europäern gelistet, 38 davon sind im EU-Raum ansässig – allesamt in Deutschland. Beim Auswärtigen Amt will man die Umtriebigkeit iranischer Unternehmen in Deutschland nicht kommentieren.

Die Weltgemeinschaft wirft Iran vor, Terrororganisationen wie die palästinensische Hamas oder die Hisbollah aus dem Libanon zu unterstützen. Durch den wachsenden wirtschaftlichen Druck soll die Regierung in Teheran zudem dazu gezwungen werden, ihre Atomaktivitäten einzustellen. Die islamische Republik steht im Verdacht, unter dem Deckmantel des Forschungsprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln.  

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3 Kommentare

  • 31.05.2011, 09:03 UhrAnonymer Benutzer: Carsten

    Wenn man keine Ahnung hat von einem Thema, sollte man keine Artikel dazu schreiben! Der Deutsche "Tramp-Reeder" hat einen Einfluß/Kontrolle über die Ladung, sondern diese liegt beim Charterer, er hat das Schiff an CMA vercharterert!

  • 31.05.2011, 07:35 Uhrderheuschreck

    Warum schreibt das Handelsblatt eigentlich neuerdings einige Autorennamen groß in die Artikelvorspänne, wenn diese noch nicht einmal eine interaktive Funktion erfüllen? Andere sind da schon weiter. Lassen Sie das doch besser gleich weg.

  • 30.05.2011, 23:47 UhrAnonymer Benutzer: Montaillou

    Es wird bald mächtig krachen, wenn Israel und die USA nicht endlich gestoppt werden!

    „Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.“ Albert Einstein

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