Es bleibe zu hoffen, dass die neue Warnstreikwelle den Postvorstand dazu bewege, seine Konfliktstrategie in eine Konsensstrategie umzuwandeln. "Die Beschäftigten erwarten ein neues, verhandlungsfähiges Angebot - sonst streikt's ab dem zweiten Mai", sagte Hirtreiter.
Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Post waren am Wochenende gescheitert. In dem seit Wochen dauernden Tarifstreit will die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Mitte 2011 und zehn sogenannte Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr durchsetzen.
Die bisherige Offerte der Post sieht eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, eine Verlängerung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde pro Woche und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum 30. Juni 2011 vor. Verdi hatte erklärt, die Annahme des Post-Angebots würde die Vernichtung von 12.500 Jobs bedeuten. Ab spätestens 2. Mai will ver.di in einen flächendeckenden und unbefristeten Streik treten.

