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Diskussion: Kommentare zu: Arbeitsgericht verbietet Fluglotsenstreik

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Handelsblatt Online ist eines der wenigen großen Wirtschaftsmedien, bei denen Kommentare erwünscht sind. Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen. In dieser Funktion kommt uns die Rolle des Moderators zu: Er lässt alle zu Wort kommen, aber er verteilt auch Ordnungsrufe, wenn sich Streithähne gegenseitig beleidigen. Im Zweifelsfall beenden wir eine Diskussion, denn wir bürgen mit unserem Namen für Niveau. Ich bitte Sie deswegen, nennen Sie Ihren Namen, bevor Sie in den Ring steigen und bleiben Sie mit Wortwahl und Inhalt über der Gürtellinie. Diese Kommentarspalte lebt von scharfen Argumenten. Sie verliert ihre Berechtigung, wenn es Ihnen um Selbstdarstellung und Effekthascherei geht. Deswegen fordere ich Sie auf: Bleiben Sie fair!

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 28.02.2012, 19:52 Uhrjojo

    Was ist los in dieser Welt, geht es NUR noch um Geld und um möglichst viel davon zu haben. Was macht ein so grosser Flughafen wie Fraport verkehrt wenn er keine Lohnerhöhung stemmen kann? Sicher müssen es auch keine 50% oder 70% sein, hier ist natürlich die Gewerkschaft in der Klemme und fordert völlig überzogene Gehlatserhöhungen. Menschen, ja ihr alle seit Menschen, helft euch gegenseitig und zerstört durch eure Sturrheit nicht alles was ihr aufgebaut habt. Wenn jeder ein wenig gibt und auch einsteckt, können sich die Menschen um andere "wichtigere" Dinge kümmern.

  • 28.02.2012, 20:03 UhrB.Giertz

    Was sollen denn die Mitarbeiter der externen Sicherheitsfirmen sagen,
    die von der Bundespolizei angeheuert werden ?

    Sie tragen eine große Verantwortung für die Sicherheit der Passagiere, haben eine stressige Arbeit und bekommen dafür mal gerade 12,36 € (NRW) !

    Und streiken ist nicht so einfach, wenn man für einen externen Dienstleister arbeitet.


    Die ganze Kommerzialisierung der Flughäfen ist Schwachsinn !
    Flugsicherung, Vorfeldkontrolle + auch vor allem das Sicherheitspersonal müssten Angestellte im öffentlichen Dienst sein, die gewerkschaftlich einheitlich organisiert sind
    und denen durch eine Garantenstellung das Streiken erschwert wird.
    Dafür sollen sie dann auch faire Löhne bekommen
    und sie sollen nicht ständig Angst haben,
    dass sie durch eine Neuausschreibung ihre Arbeit verlieren.

  • 28.02.2012, 20:33 UhrPandora0611

    Hier soll Fraport bestreikt werden. Dazu fordert die GdF bis zu 70% mehr Lohn.
    Da der bisherige Streik aber bisher nicht fruchtete, die Vorfeldmitarbeiter wurden durch eigene Kräfte von Fraport sehr schnell ersetzt, ruft die GdF jetzt auch die Fluglotsen zum Streik auf.
    Die Fluglotsen gehören aber nicht zu Fraport sondern zum bundeseigenen DFS. Oberster Dienstherr ist - Überraschung - Verkehrsminister Ramsauer. Der will sich nicht einmischen, er hat derzeit wichtigeres zu tun, nämlich den Flensburger Punktekatalog neu zu regeln.
    Da hat er natürlich für solche Lapalien wie einen Lotsenstreik keine Zeit. Das ist doch verständlich, oder nicht? Er setzt Prioritäten.

  • 28.02.2012, 20:54 UhrNoName

    Wenn die Zahlen von Herrn Hund richtig sind, kann es der Fraport und der Lufthansa garnicht um die GdF Forderungen gehen. Die Rechenaufgabe ist zu einfach.
    Lohnerhöhung pro Monat 2000 pro Nase bei 200 Nasen gleich 400000 Euro pro Monat, aufgerunde 5 Mio im Jahr. Damit wäre die GdF Tarifforderung schon auf 125/5 = 25 Jahre ausfinanziert ...
    Hier gehts darum kleine erfolgreiche Arbeitnehmervertretungen platt zu machen.
    Gut, dass sich Herr Raumsauer nicht instrumentalisieren lässt....

    • 29.02.2012, 09:22 Uhrmondahu

      Zu kurz gesprungen, mein Freund! Wenn der AG hier das erstemal nachgibt, probieren es alle anderen auch.
      Wehret den Anfängen, sagt da ein alter Arbeitgeber.

  • 28.02.2012, 21:53 UhrFlieger

    Kühne Hilfsarbeiter

    Wenn es möglich ist, die Aufgaben der Streikenden innerhalb weniger Tage an andere Arbeitskräfte zu übertragen, kann, egal wie 'gefährlich' das angeblich sein soll, die für solche Arbeiten notwendige Qualifikation so hoch nicht sein, dass
    sich dafür Gehälter jenseits so manchen akademischen Berufes rechtfertigen lassen.

    Vielleicht sollte die GdF darüber nachdenken, wie ersetzbar ihre 'Fachkräfte' sind. Denn die Fraport-AG wird ratz-fatz erkennen, dass ja die teuren GdF Mitarbeiter mittelfristig ohne großen Aufwand gegen andere Kräfte ausgetauscht werden können: Not macht erfinderisch, besonders dann, wenn Sie
    nur von ein paar kühnen, ihre Wichtigkeit maßlos überschätzenden Angestellten mit dem Fachwissen kaum jenseits von Hilfsarbeitern verursacht wird.

    Auch wenn ich als Vielflieger bereits die Folgen der Kampagne spüren durfte, blieben diese schlimmstenfalls etwa auf dem Niveau von 'Lästigkeiten': Offenkundig geht es auch ohne die GdF-Genossen. Den größten Effekt erreicht die GdF eigentlich
    nur hinsichtlich Ihrer Reputation in der Öffentlichkeit: Sie hat bereits jetzt, ich weiss es nicht anders auszudrücken, großflächig 'verschissen'.

    Solcher Hybris wird die Nemesis folgen.

    Ich wünsche der GdF mit ihren 'Aktionen' von Herzen den Erfolg, den sie verdient.

    • 28.02.2012, 22:40 UhrGernegross

      Warum müsst ihr Manageregomanen und Ober-Wichtigtuer eigentlich immer fliegen.
      Ihr seid doch vernetzt oder habt immer Handy und Laptop „am Mann/Frau“?

  • 28.02.2012, 21:57 UhrRobbie

    NoName, bitte erst rechnen! Wenn die Fraport nachgibt, steht sofort ver.di auf dem Teppich mit Nachforderungen! Und dann geht es um 18000 Mitarbeiter!

  • 28.02.2012, 22:01 UhrDummfrager

    Wenn der Luftverkehr von so großer nationaler Bedeutung ist, warum gibt man ihn dann in die Hand einer Privatfirma?
    Das gleicht gilt natürlich auch für die Bahn und andere wichtige Infrastrukturen.
    Á propos: wann werden eigentlich die Autobahnen privatisiert?

    • 28.02.2012, 22:37 UhrTribun

      Der Luftverkehr wir Staatlich geregelt... Sie die Lotsen sind Angestellte einer 100% Tochter des Bundes. Auch arbeiten dort div. Luftwaffen Angestellte. Leider haben wir in Deutschland ein zu gutes Streikrecht. Dank den Richtern in Karlsruhe und div. Kleinst Gewerkschaften nutzen dieses aus. England hatte in den 80 Jahren die gleichen Probleme... Die Folgen für die Wirtschaft kann man sich noch heute anschauen...

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