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Verkaufsflaute: Metro kürzt die Prognose

Schlechte Geschäfte in Süd- und Osteuropa verhageln Metro die Bilanz. Darum will der größte deutsche Handelskonzern nun sein Expansionsprogramm auf den Prüfstand stellen.

Düstere Aussichten: Metro-Chef Olaf Koch Quelle: Reuters
Düstere Aussichten: Metro-Chef Olaf Koch Quelle: Reuters

DüsseldorfDeutschlands größter Handelskonzern Metro bekommt die Eurokrise immer stärker zu spüren. Die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde deutlich nach unten korrigiert. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwarte das Unternehmen nun vor Sonderfaktoren rund zwei Milliarden Euro, teilte der Handelskonzern am Freitag in Düsseldorf mit. Bisher war das Unternehmen von einem Ebit auf Höhe des Vorjahres von 2,372 Milliarden Euro ausgegangen.

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„In vielen Ländern haben sich in den vergangenen Wochen die Bedingungen für unsere Kunden und damit auch für unser Geschäft deutlich verschlechtert“, sagt Metro-Chef Olaf Koch. In Süd- und Teilen von Osteuropa hinterlässt die Eurokrise deutliche Spuren in der Bilanz des Handelskonzerns. Insbesondere bei Nichtlebensmitteln wie zum Beispiel Unterhaltungselektronik gehen die Umsätze zurück.

Analyse Das sind Metros Stärken und Schwächen

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Metro-Chef Koch will darum auch das Expansionsprogramm des Konzerns kritisch überprüfen. Ziel sei es weiterhin, die Nettoverschuldung zu senken. Zuletzt hatte der Handelskonzern einen Verkauf des internationalen Geschäfts seiner Supermarktkette Real sondiert. Insbesondere über das Real-Geschäft in Osteuropa und der Türkei, werde mit internationale Handelsketten verhandelt, hieß es.

Die größten Einzelhändler der Welt

  • Platz 10

    Best Buy (USA)

    Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.

  • Platz 9

    Walgreens (USA)

    Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.

  • Platz 8

    Home Depot (USA)

    Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

  • Platz 7

    Costco Wholesale (USA)

    Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.

  • Platz 6

    Kroger

    Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.

  • Platz 5

    Metro (Deutschland)

    Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.

  • Platz 4

    Tesco (Großbritannien)

    Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke

  • Platz 3

    CVS Caremark (USA)

    In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.

  • Platz 2

    Carrefour (Frankreich)

    Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.

  • Platz 1

    Walmart (USA)

    Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

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