Der geplante Verkauf der Konzernimmobilien von Arcandor, vormals Karstadt -Quelle, wird womöglich schon Anfang dieser Woche verkündet. Wie das Handelsblatt aus Kreisen der Bieter erfuhr, befindet sich Pirelli Real Estate mit dem Konsortialpartner Deutsche Bank RREEF in fortgeschrittenen Verhandlungen – eine baldige Einigung wird erwartet.
MAILAND/DÜSSELDORF. In den nächsten drei Tagen könne es zu einer Verkaufsankündigung kommen, heißt es bei den Immobilienfirmen, unterschrieben sei jedoch noch nichts.Das so genannte Immobilienpaket Highstreet, das zwölf Sportfilialen, 85 Warenhäuser – darunter auch das KaDeWe in Berlin – und 77 weitere Immobilien umfasst, hatte Arcandor
bereits im vergangenen Jahr mehrheitlich an den Fonds Whitehall der Investmentbank Goldman Sachs
verkauft. Seither hält Arcandor
selbst nur noch einen Anteil von 49 Prozent an Highstreet.
Aus diesem ersten Transaktionsschritt war dem Essener Handelskonzern bereits ein Finanzvolumen von 3,7 Mrd. Euro zugeflossen. Der nun bevorstehende endgültige Verkauf soll dem renditeschwachen Einzelhändler nach Ankündigungen von Arcandor
-Chef
Thomas Middelhoff noch einmal 800 Mill. Euro in die Kasse spülen.
Tatsächlich befindet sich Arcandor
bei den finalen Verkaufsgesprächen in Zeitverzug. Denn ursprünglich sollte die restliche Summe bereits im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr fließen. Das Geld benötigt der Vorstandsvorsitzende, um den im Frühjahr besiegelten Zukauf der außenstehenden Firmenanteile von Thomas Cook
zu bezahlen. Damals hatte sich die Lufthansa
von ihrem Joint-Venture-Anteil getrennt.
Karstadt wolle die Gebäude für 15 Jahre zurückmieten und sich eine Option auf weitere 15 Jahre einräumen lassen, konkretisierte ein Konzernsprecher die Pläne von Arcandor.
Gleichzeitig bestätigte er, die Gruppe befinde sich in der letzten Verhandlungsphase.
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