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Vermögensdienstleister: Vontobel will Dividende nicht weiter kürzen

Der Schweizer Vermögensverwalter will trotz schwacher Geschäftsentwicklung seine Dividende in diesem Jahr stabil halten. Unter anderem der starke Franken und hohe Kosten dämpfen jedoch den Ausblick.

Banknoten aus der Schweiz: Unter anderem der starke Franken drückt bei Vontobel aufs Geschäft. Quelle: dpa
Banknoten aus der Schweiz: Unter anderem der starke Franken drückt bei Vontobel aufs Geschäft. Quelle: dpa

ZürichDer Schweizer Vermögensverwalter Vontobel will die im vergangenen Jahr gekürzte Dividende nicht weiter reduzieren. „Sie sollten nicht davon ausgehen, dass die Ausschüttung erneut tiefer ausfällt“, sagte Vontobel-Chef Zeno Staub in einem Interview der in Frankfurt erscheinende „Börsen-Zeitung“ (Freitagausgabe). Im vergangenen Jahr hatte die Bank nach einem Gewinnrückgang um 25 Prozent die Dividende um rund 20 Prozent auf 1,10 Franken je Aktie gekürzt.

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Im ersten Halbjahr 2012 hatte die Bank nach Staubs Worten mit dem starken Franken und geringen Kundenaktivitäten zu kämpfen. Zudem hätten Investitionen und andere Kosten die Profitabilität gedämpft. Der Überschuss fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 66,6 Millionen Franken. „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass sich die Situation im zweiten Halbjahr markant verändert“, sagte Staub. „Wir werden uns daher auf der Kostenseite weiterhin diszipliniert zeigen“.

Vom Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA ist Vontobel nach Staubs Worten nicht betroffen. Die Bank gehöre nicht zu den elf Schweizer Instituten, die etwa wie Credit Suisse, Bank Bär und einige Kantonalbanken, die wegen mutmaßlicher Beihilfe zu Steuerhinterziehung ins Visier der US-Behörden geraten sind. Trotzdem wäre die Bank bereit, einen finanziellen Beitrag für eine sogenannte Globallösung zu leisten. „Wir würden das als unseren Beitrag an die Stabilität des Finanzplatzes betrachten“, sagte Staub.

Finanzinvestoren

Nach den Vorstellungen der Schweizer Regierung soll eine Globallösung darauf hinauslaufen, dass praktisch alle Schweizer Banken zusammen eine Ausgleichszahlung an die Amerikaner aufbringen und die US-Behörden dann die Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen die Schweiz als erledigt betrachten. Nicht alle Schweizer Banken können sich mit dem Konzept anfreunden. Vor allem kleinere Geldhäuser, die keine amerikanischen Kunden hatten, wollen sich daran nicht beteiligen. Wie hoch die Zahlung ausfallen könnte, ist noch offen.

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