_

Versandhandel: Otto senkt seine Gewinn-Prognose

Hohe Kosten für Rohstoffe und teure Löhne machen dem Versandhändler Otto das Leben schwer. Die Gewinnprognose wird Otto verfehlen. Die Ertragslage sei unbefriedigend, sagt ein Sprecher.

Der Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Hans-Otto Schrader. Quelle: dapd
Der Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Hans-Otto Schrader. Quelle: dapd

Die hohen Rohstoffkosten machen dem weltgrößten Versandhauskonzern Otto zu schaffen. Der Gewinn werde niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. „Die Ertragslage ist unbefriedigend.“

Anzeige

Als Grund nannte Otto die im Laufe des Jahres gestiegenen Beschaffungskosten. Hinzu kämen höhere Löhne und weitere Faktoren, etwa schärfere Umweltauflagen in China. Dies habe nicht durch höhere Preise ausgeglichen werden können.

Damit bleibt der Rivale des weltgrößten Onlinehändlers Amazon hinter seiner eigenen Ankündigung zurück. Bei der Bilanzvorlage im Juni hatte der Hamburger Konzern mit Marken wie Otto, Trois Suisse, Bonprix, Baur und Crate & Barrel noch einen Gewinnzuwachs im einstelligen Prozentbereich für das Ende Februar auslaufende Geschäftsjahr in Aussicht gestellt.

Amazon hat für das traditionell wegen des Weihnachtsgeschäfts wichtige vierte Quartal sogar einen operativen Verlust nicht ausgeschlossen, weil die Kosten wegen der rasanten Expansion gestiegen sind.

Während Otto seine Gewinnprognose verfehlt, liegt der Konzern beim Umsatz nach eigenen Angaben auf Kurs: „Wir können sicher sagen, dass die Gruppe das Geschäftsjahr mit einem Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich abschließen wird.“ Das Onlinegeschäft, das im Einzelhandel inzwischen mehr als die Hälfte der Erlöse beisteuert, wachse um ein Fünftel. „Wir erleben zurzeit auch keine Kaufzurückhaltung zu Weihnachten.“

Die einzelnen Regionen entwickelten sich unterschiedlich, erläuterte der Sprecher. Während die Gruppe in Russland hohe Zuwachsraten erziele, sei das Geschäft in den Schuldenstaaten Südeuropas „besonders schwierig“. Details nannte Otto nicht. In Deutschland sei die Nachfrage stabil. „Wir spüren hier keine Kaufzurückhaltung wegen der Euro-Krise.“

  • Die aktuellen Top-Themen
Logistikspezialist: Rollen, die die Welt bewegen

Rollen, die die Welt bewegen

Im Schatten des Internethandels ist der Fördertechnikhersteller Interroll zum weltweit gefragten Anbieter geworden. Seine Stärke sind robuste und feingesteuerte Systeme - mittlerweile auch jenseits der Versandbranche.

Solarenergie: Sonne liefert Deutschland so viel Strom wie 20 AKWs

Sonne liefert Deutschland so viel Strom wie 20 AKWs

Energiewende und sommerliches Wetter machen es möglich: Deutschland hat eine neue Spitzenleistung bei der Sonnenenergie erreicht. Die Solaranlagen im Bundesgebiet produzierten am Freitagmittag rund 20.000 Megawatt Strom.

  • Video

Global 3000 Die Fischer von Limbé

Für die Fischer an Kameruns Küsten werden die Aussichten immer schlechter. Es gibt immer weniger Fische, ausländische Trawler haben die Gewässer fast leer gefischt. Auch die kleine Stadt Limbé leidet unter der Krise.

„Best Lawyers“-Datenbank Die Top-Wirtschaftsanwälte weltweit

Finden Sie für jeden Fall den Richtigen: Der US-Verlag Best Lawyers hat nach der Methode „Anwalt empfiehlt Anwalt“ zusammengetragen, welche Kanzleien für welches Fachgebiet bei der eigenen Profession hoch im Kurs stehen.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.