
DüsseldorfDie Deutsche Post hat nach eigenen Angaben noch keine Klarheit über etwaige Auswirkungen der Pleite des Versandhändlers Neckermann auf die eigenen Geschäftszahlen. "Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam und prüfen entsprechende Folgen für uns im Detail", sagte Finanzvorstand Larry Rosen am Freitag. "Den Geschäftsverlauf in 2012 sehen wir aber weiterhin ungebrochen positiv." Das Handelsblatt hatte zuvor berichtet, dass dem Konzern wegen Neckermann Abschreibungen im hohen zweistelligen Millionenbereich drohen. Dadurch sei auch die Prognose für 2012 gefährdet. Post-Chef Frank Appel erwartet bislang einen operativen Gewinn (Ebit) von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro.
Neckermann hatte am Mittwoch Insolvenz angemeldet. "Die Insolvenz von Neckermann hat uns zu diesem Zeitpunkt überrascht", hatte ein Post-Sprecher am Freitag gesagt. "Die Fachleute im Konzern prüfen, ob es Auswirkungen gibt, und wenn ja, welche", fügte er hinzu.
Wann Erkenntnisse vorliegen werden, ließ er offen. "Wir werden zu gegebener Zeit Zahlen nennen." Der Bonner Konzern wollte keine Zahlen dazu nennen, welchen Umsatz- und Gewinnbeitrag das Geschäft mit dem Versandhändler erzielt.

"Dadurch sei auch die Prognose für 2012 gefährdet. Post-Chef Frank Appel erwartet bislang einen operativen Gewinn (Ebit) von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro."
Die Post war einmal ein komplett staatliches Unternehmen. Nun ist sie es nicht mehr, scheffelt ca. 2,5 Milliarden Gewinn im Jahr (verkauft nebenbei zur Gewinnmaximierung noch Klassenlotterie, Lotto und Strom), und will das Briefporto anheben, mit dem Hinweis darauf, dass die Kosten jahrelang stabil waren.
Wie pervers ist das?
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen