Ihren Aktionären verspricht die VTG
derzeit eine Wachstumsstory. Nachdem im Vorjahr bei 520 Mill. Euro ein operatives Ergebnis (Ebitda) von über 110 Mill. Euro erwirtschaftet wurde, verkündete der Konzern bei der Neun-Monats-Bilanz kürzlich für 2007 eine von 537 auf 542 Mill. Euro angehobene Umsatzprognose, bei einem Plus des operativen Ergebnisses um 19 bis 21 Prozent auf 134 bis 137 Mill. Euro.
Das Konzernergebnis in den ersten neun Monaten hatte sich auf knapp 31 Mill. Euro verfünffacht. Der Aktienkurs lag zwar gestern mit 16,50 Euro weiter unter dem Ausgabekurs von 18 Euro, im Vergleich mit dem S-Dax, den die VTG
mittelfristig anstrebe, hätte sich der Aktienkurs jedoch im Vergleich besser als der Index entwickelt, betonte Fischer.
Aufschwung für die Güterbahnen
Wachstumsmarkt: Weltweit wächst der Schienengüterverkehr. Und neben Engpässen auf den Schienennetzen fehlt immer mehr auch der Transportraum: Güterwagen werden Mangelware. Viele Bahnen haben nicht die Mittel, um ihre Fahrzeugparks aufzurüsten. In die Bresche springen Waggonvermieter, die auch ins Visier von Finanzinvestoren geraten.
Spezialisten: Häufig haben sich die Vermietfirmen in ihrem Waggon-Angebot spezialisiert. So ist die VTG
seit Jahrzehnten der Spezialist für Kesselwagen, in denen flüssige und gasförmige Güter transportiert werden. Knapp 70 Prozent der Flotte ist darauf zugeschnitten.
Arbeitsteilung: In Europa fahren nach Branchenangaben bereits 200 000 private Güterwagen, etwa 25 Prozent des Gesamtbestandes. Sie befördern jedoch die Hälfte aller Schienentransporte in Europa.

