HB MÜNCHEN. Das Münchener Traditionskaufhaus Ludwig Beck trotzt der Warenhaus-Krise und erwartet wieder ein Rekordjahr. 2010 werde der Gewinn vor Steuern auf sieben Millionen Euro steigen, kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. „Wir sind außerordentlich stolz, dass sich jetzt schon abzeichnet, dass wir das Rekordergebnis von 2009 in diesem Geschäftsjahr sogar noch übertreffen werden“, erklärte Vorstand Dieter Münch.
Die Insolvenzen der Ketten Karstadt und Woolworth haben in der Branche die Frage verschärft, ob das klassische Warenhaus-Konzept eine Zukunft hat. Auch der Metro-Konzern will seine Tochter Kaufhof loswerden. Demgegenüber laufen bei Beck die Geschäfte auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten rund.
Das Münchner Unternehmen setzt auf einträgliche Markenprodukte und eine starke Kundenberatung. Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz um drei Prozent auf 45,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebit) verdoppelte sich nahezu auf 3,1 Millionen Euro. Münch führte die Entwicklung auf eine gezielte Ausrichtung auf ein modernes, wandlungsfähiges Markensortiment und das Engagement seiner Mitarbeiter zurück.