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Wegen GTI-Travel-Pleite: Alltours stoppt Buchungen für Türkei-Urlaube

Die Insolvenz von GTI Travel und dem Ausfall ihrer Fluggesellschaft Sky Airlines macht anderen Veranstaltern Schwierigkeiten. Sie suchen Ersatzflieger für Türkei-Urlauber. Und 3.500 Touristen müssen zurückgeholt werden.

DüsseldorfDie finanziellen Schwierigkeiten der Fluggesellschaft Sky Airlines stellen deutsche Touristikkonzerne vor Probleme. Kurz vor dem Start der Sommersaison haben die Veranstalter Schwierigkeiten, ausreichend Flugkapazitäten für Türkei-Urlauber zu organisieren. Sky Airlines hatte am Montag den Betrieb eingestellt. Der Reiseveranstalter GTI Travel ist Pleite, er gehört ebenfalls zur türkischen Holding Kayi Group.

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Der Insolvenzantrag wurde am Mittwoch eingereicht, teilte ein GTI-Sprecher Handelsblatt Online mit. Das Amtsgericht Düsseldorf beanstandete den Antrag jedoch. „Es liegt kein zulässiger Insolvenzantrag vor“, sagte ein Gerichtssprecher. Die Angaben seien nicht ausreichend, das Unternehmen müsse nachbessern. Damit sei nicht vor Ende der Woche zu rechnen. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter kann somit noch nicht vom Gericht bestellt werden. Die Vermögensaufstellung sei nicht detailliert genug eingereicht worden, erklärte dazu GTI-Sprecher.

Die 18 Maschinen von Sky Airlines beförderten im vergangenen Jahr rund eine Million Touristen. Der Charterflieger wird von deutschen Reiseveranstaltern bevorzugt für Türkei-Flüge gebucht. Nach der Annullierung aller Sky-Airlines-Flüge suchen die Urlaubsveranstalter fieberhaft nach neuen Kapazitäten.

Deutschlands größte Reiseveranstalter

  • Platz 7

    Schauinsland Reisen - 701 Millionen Euro Umsatz (Stand: 2012)

    Die Duisburger haben sich von einem Transportunternehmen zu einem der größten Reiseunternehmer gemausert. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 220 Mitarbeiter.

  • Platz 6

    Aida Cruises - 1,1 Milliarden Euro Umsatz

    Der Kreuzfahrtkonzern ist nicht nur der größte Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns, sondern auch einer der größten deutschen Reisekonzern. Zur Flotte des Unternehmens gehören derzeit zehn Kreuzfahrtschiffe.

  • Platz 5

    Alltours - 1,4 Milliarden Euro Umsatz

    Aus einem kleinen Reisebüro in Kleve hat Willi Verhuven einen der größten deutschen Reisekonzerne geformt. Heute sitzt die Firma in Duisburg.

  • Platz 4

    FTI - 1,62 Milliarden Euro Umsatz

    Als das Unternehmen in München gegründet wurde, konzentrierte es sich auf Reisen in den Mittelmeerraum. Inzwischen stehen über 80 Länder im FTI-Katalog.

  • Platz 3

    Rewe-Touristik - 3,18 Milliarden Euro Umsatz

    Jahn Reisen, Tjaereborg und Meier's Weltreisen - so heißen die großen Marken, die zum Rewe-Konzern gehören. Gemeinsam erwirtschaften Sie einen großen Teil des Umsatzes des Handelskonzerns.

  • Platz 2

    Thomas Cook - 3,2 Milliarden Euro Umsatz

    Durch Condor gehört das Reiseunternehmen aus London auch in Deutschland zu den größten Reiseveranstaltern.

  • Platz 1

    Tui Deutschland - 4,47 Milliarden Euro Umsatz

    Kein Touristikkonzern ist breiter aufgestellt als die Tui. Allein in Europa betreiben die Hannoveraner 3500 Reisebüros.

Besonders Schauinsland und Alltours sind auf der Suche nach Ersatzfliegern. Alltours stoppte am Dienstagnachmittag deshalb bereits Neubuchungen für Türkei-Urlaube in den kommenden Tagen. Durch den Ausfall von Sky Airlines fehlten auf dem deutschen Markt 400.000 Plätze, erklärte der Duisburger Reiseveranstalter.

Die Nachfrage nach Türkei-Urlauben sei groß, sagte Alltours-Chef Willi Verhuven. „Ein Last-Minute-Angebot für Sommerurlaub in der Türkei wird es deshalb in diesem Jahr vermutlich nicht geben“, teilte der Urlaubskonzern mit.

Auch Tui sucht nach Ersatzkapazitäten. Man sei aber zuversichtlich, genügend Flugplätze für die bereits verkauften Reisen finden zu können, sagte ein Sprecher des Unternehmens dem Handelsblatt. Die Hannoveraner setzten Sky Airlines für ihre Billigschienen 1-2-Fly und Discount Travel ein.

  • 05.06.2013, 16:58 Uhrkraehendienst

    "Geistig unterbelichtete haben einreiße Verbot " - das gilt auch für deutsche Rechtschreibfehler - setzen!

  • 05.06.2013, 15:48 Uhrpaulruhe

    q arn @terrence

    Nochmals für Anfänger:
    Wir bekommen: schönes Wetter, und ideologischen Einfußnahme durch Kommunikation)

    Die Türkei bekommt:
    Geld, sowie die Weltsicht von Reisenden. (Bitte keine Besserwisser und Nationale Vollbalken.)

    Vorteile für uns:
    Es bildet sich eine Mittelschicht die Arbeitsplätze schafft. ( weniger Auswanderer) Die durch bescheidenen Wohlstand einen Gegenpol zu den islamistischen Strebungen sein kann.( siehe Istambul jetzt)

    Absatzmärke für unsere
    Konsumgüter-Industrie(Arbeitsplätze bei uns.)

    Warnung: Sollten diese Ziele nicht mittelfristig erreicht werden, werden wir einen wichtigen Handelspartner verlieren.( Ohne Moos nichts los)
    Das geht auch auf unsere zukünftige Rente. (die sowieso im Moment verschleudert wird.)

    Die Einwanderung wird nicht gestoppt und durch die unausweichliche Radikalisierung und Einflußnahme von radikalen islamistischen Gruppen in der Türkei ist auch unsere Innere Sicherheit in Deutschland gefährdet.(Wie will man das Kontrollieren)

    Mein Rat: Bewegen Sie Iheren Ars....,denn vom Pool kann man diese Problematik nicht lösen. ( bei Ihrer Sicht ist auch der Poolplatz bald nicht mehr sicher.)
    Machen Sie Ihre Augen auf. Sie verspielen im Moment die Zukunft Deutschlands.(Das hatten wir schon mal)

    Wie soll es sonst gehen? Vorschläge werden gern entgegen genommen.

    Ihr Paul Ruhe




  • 05.06.2013, 13:39 UhrElTurco

    @ arn

    Naja Türkei mit seinen Menschenrechtsverletzungen und Deutschlandbesiedelung iss ja in..."

    zum teil haben Sie recht das mit dem Menschenrechten, aber seit 01.06 ist in der Türkei ein Volksaufstand gegen Erdogan und seine AKP. Menschenrechte wird auch in Westen nicht beachtet, USA, Frankreich, England, Deutschland, usw.
    (...) die Zahl der türkischStämmigen hat abgenommen. lesen Sie keine Zeitungen vor einpaar tagen stands ja drin DE.einwohnerzahl hat sich um 1,5 mio verringert.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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