In der aktuellen Konjunkturkrise hofft das Unternehmen, dass viele Autofahrer von den Vertragswerkstätten zu unabhängigen Dienstleistern wechseln, um Geld zu sparen. Zudem droht vielen anderen Autohäusern das Aus, was Kunden zu den überlebenden Anbietern treiben könnte.
Allerdings befürchtet man im Umfeld von ATU negative Auswirkungen für die Service-Branche durch die Abwrackprämie. Denn die führt dazu, dass viele alte, reparaturanfällige Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Hier könnte ATU – und anderen selbstständigen Werkstätten – ein Teil der Kundschaft verlorengehen. Denn Neuwagenkäufer gehen in den ersten Jahren eher zu einer Vertragswerkstatt.
Allerdings hofft man bei ATU, dass die Auswirkungen halbwegs begrenzt bleiben. Denn die Besitzer von sehr alten Fahrzeugen, die nun stillgelegt werden, hätten ohnehin meist selbst an ihren Autos gebastelt, statt für Reparaturen in die Werkstatt zu fahren.
Bei ATU gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Spekulationen über schlechten Service. Den Kunden würden Ersatzteile angedreht, die sie eigentlich nicht benötigen, hieß es. Dies wird in Unternehmenskreisen zwar zurückgewiesen. Der Firmensprecher räumt allerdings ein: „Wir müssen an der Qualität definitiv arbeiten.“ Dies sei eines der Hauptziele in diesem Jahr, der Fortbildungsetat wird verdoppelt.
Staatshilfe ist derzeit bei ATU kein Thema. Allerdings beobachtet das Unternehmen die Entwicklung in der Branche mit Argusaugen. Schließlich, so wird im Umfeld des Unternehmens betont, hat die Werkstattkette immerhin halb so viele Beschäftigte wie Opel.