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07.11.2007 

„Der Ruf als Kreativschmiede hallt bei Springer & Jacoby wegen der früheren Arbeiten noch lange nach. Das merken wir bei Gesprächen mit Kunden immer wieder“, sagt Oliver Klein, Inhaber der Firma Cherrypicker, die werbetreibende Firmen bei der Suche nach einer geeigneten Agentur berät. De facto musste die Agentur in den vergangenen Jahren massive Umstrukturierungen, eine einjährige Pause bei Kreativ-Wettbewerben, eine Übernahme, Geschäftsführerwechsel und den Verlust vieler Kunden, darunter auch Mercedes, verkraften. In diesem Jahr will S&J unter dem neuen CEO Ercan Öztürk wieder in die Gewinnzone zurückkehren.

Einen deutlichen Sprung nach vorne, und zwar sowohl in der Kategorie Kreativität wie auch bei der strategischen Markenführung, schaffte die zum Publicis-Konzern gehörende Networkagentur Leo Burnett. Leo Burnett kam mit der Note 2 ebenfalls auf den dritten Platz, im Vorjahr hatte es mit 2,4 lediglich für den zwölften Rang gereicht. Da Leo Burnett in diesem Jahr weder bei den einschlägigen Werbepreisen aufgefallen ist und zudem auch innerhalb weniger Monate zwei Geschäftsführerwechsel hatte, vermutet Klein von Cherrypicker, dass der neue frische Auftritt – eine ansprechende Kundenbroschüre mit Kampagnenbeispielen vieler großer Kunden wie Kelloggs, Procter & Gamble und Coca-Cola – in den Köpfen der Marketingverantwortlichen hängengeblieben ist.

Während die Befragten bei der kreativen Leistung deutlich differenzieren – zwischen Jung von Matt auf Platz eins und JWT auf Platz 19 liegen 1,3 Schulnoten – rangieren die Agenturen in den anderen Kategorien deutlich enger beieinander: Den Erst- und Letztplatzierten trennen weniger als eine Schulnote. Insofern machen sich bereits kleine Veränderungen der Zahlen hinter dem Komma mit zum Teil großen Platzierungssprüngen bemerkbar.

Die Heye-Gruppe beispielsweise verschlechtert sich in der Bewertung bei der strategischen Markenführung von der Note 2,1 auf 2,5, was einen Platzverlust von der Spitzenposition im vergangenen Jahr auf Rang 12 zur Folge hat. Scholz & Friends, Vorjahressieger in Sachen Effizienz, fällt bei gleicher Benotung in der Kategorie auf den zweiten Rang zurück. In der integrierten Kommunikation wird Scholz & Friends etwas schlechter beurteilt als im Vorjahr (2,6 statt 2,3) und sackt damit vom ersten auf den neunten Rang ab.

Von den Network-Agenturen platziert sich die WPP-Tochter Grey zweimal unter den ersten drei: In der Kategorie Effizienz und in der Strategischen Markenführung.

BBDO, die auf die offene Frage nach der besten Werbeagentur auf Platz zwei nach Jung von Matt landete, liegt bei den Leistungsdimensionen Strategische Markenführung und Integrierte Kommunikation im vorderen Bereich (Platz drei und vier), rangiert ansonsten eher im Mittelfeld. Die Publicis-Tochter Saatchi & Saatchi rückt in der integrierten Kommunikation bei leicht besserer Benotung (2,4 statt 2,6) vom 13. auf den dritten Platz vor.

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